Nach Jahren der Krise wagt Boeing offenbar einen Neuanfang: Der US-Flugzeugbauer arbeitet Insidern zufolge an einem völlig neuen Mittelstreckenflugzeug – als Nachfolger der 737 Max. Das berichtet ntv unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen.

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Demnach handelt es sich um ein Modell mit einem Mittelgang, das die Erfolgslinie der 737-Familie fortsetzen, aber technisch weit übertreffen soll. Der Schritt gilt als strategische Kehrtwende für Boeing, das sich nach den verheerenden 737-Max-Abstürzen 2018 und 2019 lange auf interne Sanierung und Qualitätskontrolle konzentriert hatte.
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Gespräche mit Rolls-Royce – möglicher Bruch mit alter Tradition
Laut ntv habe Boeing-Chef Kelly Ortberg Anfang des Jahres in Großbritannien Gespräche mit Rolls-Royce über ein mögliches neues Triebwerk für das geplante Flugzeug geführt.
Damit könnte Boeing nach rund 40 Jahren erstmals den Triebwerkslieferanten wechseln. Seit den 1980er-Jahren setzt das Unternehmen bei der 737-Serie ausschließlich auf Antriebe von CFM International, einem Gemeinschaftsunternehmen von GE Aerospace und Safran.
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Neues Team, neues Flugzeug – aber noch keine offizielle Bestätigung
Wie ntv weiter berichtet, hat Ortberg kürzlich einen neuen leitenden Produktchef für die Verkehrsflugzeugsparte ernannt. Dieser soll die Entwicklung des neuen Typs koordinieren und insbesondere das Cockpitdesign vorantreiben. Noch befinde sich das Projekt in einem frühen Stadium, konkrete Konstruktionsarbeiten laufen jedoch bereits an.
Offiziell hält sich Boeing bislang bedeckt. In einer Stellungnahme gegenüber dem Sender erklärte das Unternehmen, man konzentriere sich weiterhin auf den bestehenden Sanierungsplan, der unter anderem die Auslieferung von rund 6000 bestellten Verkehrsflugzeugen und die Zertifizierung bereits angekündigter Modelle umfasst.






