Porsche-Chef Oliver Blume will offenbar seinen Posten abgeben – das berichtet die „WirtschaftsWoche“. Der Vorstandschef des Sportwagenherstellers wolle sich demnach auf seine Aufgabe als Chef des Volkswagen-Konzerns (VW) konzentrieren. Die Wirtschaftszeitschrift beruft sich auf „mehrere hochrangige Insider aus dem Konzern“. Demzufolge werde bereits nach einem Nachfolger für Blume gesucht. Die „Bild“ allerdings will aus Konzernkreisen erfahren haben, dass er vorerst Porsche- und VW-Chef bleibt.

Ist Oliver Blumes Tätigkeit als Porsche-Chef bald vorbei? Gerüchte um Führungswechsel bei VW

Es sollen bereits Gespräche zwischen Blume, Volkswagen-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch, den Vertretern der Eigentümerfamilien Wolfgang Porsche und Hans Michel Piëch sowie Betriebsratsvertretern laufen, berichtet die „WirtschaftsWoche“. Der Wechsel in der Führung könnte demzufolge schon mit dem Jahreswechsel vollzogen werden.

Auch interessant

Die Doppelrolle von Blume als Porsche-Chef und Vorstandsvorsitzender bei VW war insbesondere von Aktionären kritisiert worden. Blume ist bereits seit zehn Jahren in der Porsche-Führung. Im Jahr 2022 kam der Vorstandsposten bei der Konzernmutter Volkswagen hinzu.

VW in der Krise: Soll ein Führungswechsel bei Porsche das Unternehmen retten?

Das Unternehmen VW durchläuft derzeit eine Krise, es droht sogar der Dax-Abstieg. Mit der Ernennung eines neuen Porsche-Chefs will das krisengeschüttelte Unternehmen laut Insidern signalisieren, dass die Porsche AG durch eine neue Führungspersönlichkeit saniert werden kann. Im Herbst soll laut „WirtschaftsWoche“ ein Nachfolger kommuniziert werden.

Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, reagierte ein Sprecher von VW auf den Bericht der Wirtschaftszeitschrift mit: „Gerüchte kommentieren wir grundsätzlich nicht.“ Die Boulevardzeitung will aus Konzernkreisen folgendes Statement bekommen haben: „Blume bleibt Porsche- und VW-Chef. Die Eigentümerfamilien unterstützen die Doppelfunktion weiter.“

Donnerstag

Wirtschaft in Berlin

Abonnieren Sie kostenlos den Wirtschafts-Newsletter der Berliner Morgenpost

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Ende Juli hatte der VW-Konzern zuletzt die Zahlen für das zweite Quartal kommuniziert und einen erheblichen Rückgang beim Gewinn verzeichnet. Der Nettogewinn war auf 2,29 Milliarden Euro geschrumpft – rund ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. Durch die von Donald Trump eingeführten US-Zölle erwartet Volkswagen – auch wegen der Schwäche bei Porsche und Audi – weniger Gewinn. Der Wolfsburger Dax-Konzern rechnet mit einem Anteil des operativen Gewinns am Umsatz zwischen 4,0 und 5,0 Prozent. Bisher sollte er 5,5 bis 6,5 Prozent betragen.