Die letzten Tage waren bitter für die deutschen Automobilhersteller. Nach und nach legten die lange erfolgsverwöhnten Premiumhersteller ihre Halbjahres-Bilanzen vor, in denen die Gewinnbalken schmerzhaft geschrumpft sind. Jetzt hat es auch BMW erwischt, wo ein Viertel der Gewinne fehlen.

Donnerstag
Wirtschaft in Berlin
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Die Zahlen sind nicht überraschend, es ist ein Absturz mit Ansage. Alle Faktoren sind längst ausgemacht: Schlechte Auslastung der Werke, Zölle, gestiegene Energie- und Rohstoffkosten, ein schleppender Absatz bei den E-Autos sowie Probleme beim Export der Luxusmodelle mit den höchsten Margen.
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Und die lange belächelte Konkurrenz schläft auch nicht. Chinesen und Koreaner stellen erstaunlich schnell Modelle auf die Straße, nach denen man sich eher umdreht als nach manchem gesichtslosen Typen aus dem effizienz-optimierten deutschen Baukastensystem.

Es liegt an den Herstellern, schneller auf die Bedürfnisse und Wünsche der Märkte zu reagieren. Und die Politik muss dringend an die Stellschrauben ran, um wenigstens die staatlich produzierten Bremsen zu lockern: Nicht konkurrenzfähige Energiekosten, überbordende Bürokratie, Regulierungswut beim autonomen Fahren und ein Aufbau der Lade-Infrastrukturaufbau im Schneckengang.
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Wenn nicht einmal die Präsidentin des Automobilverbandes ihren Privatwagen in einer ganz normalen Berliner Straße laden kann, läuft bei der deutschen E-Auto-Offensive etwas gewaltig schief.






