Gerade einmal einen Monat ist es her, dass Donald Trump mit seiner erratischen Zollpolitik für Chaos an den Börsen sorgte. Anfang April verkündete Trump den „Tag der Befreiung“. Der US-Präsident packte damals die große Zoll-Keule aus, die die bisherigen Gewissheiten einer globalisierten Welt infrage stellten.

Donnerstag

Wirtschaft in Berlin

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Auf dem Parkett, ob an der Wall Street, in London oder in Frankfurt, brach Panik aus. Der US-Aktienindex S&P500 verlor binnen weniger Tage mehr als 15 Prozent, auch der bei Kleinanlegern beliebte Weltindex MSCI World brach zweistellig ein. Und der Dax, der bis dahin eine Rallye hingelegt hatte, büßte binnen weniger Tage seine Gewinne seit Jahresanfang vollständig ein.

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Keine fünf Wochen später sieht die Börsenwelt ganz anders aus: Am Freitag erzielte der Dax ein neues Rekordhoch. Wieder einmal bewahrheitet sich eine alte Börsenweisheit: Politische Börsen haben kurze Beine.

Als gutes Zeichen wird vor allem der Handelsdeal von Großbritannien mit den USA gewertet. Die Hoffnung: Wenn Premier Keir Starmer es schafft, ein Paket zu verhandeln, dass US-Präsident Trump als „historische Vereinbarung“ feiert, dann könnte es auch zwischen Trump und der Europäischen Union zu einem Deal kommen, der die strapazierten Wirtschaftsbeziehungen wieder festigt.

Tobias Kisling / Funke Mediengruppe
Tobias Kisling, Wirtschaftskorrespondent© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Was ist die Lehre aus dieser Achterbahnfahrt für Kleinanleger? Angst ist an der Börse kein guter Ratgeber. Wer langfristig investiert, sollte auch im Crash nicht in Panik geraten und verkaufen oder Sparpläne aussetzen. Im Gegenteil. Gerade dann sind viele Papiere zum Schnäppchenpreis zu haben. Wer Ruhe bewahrt, kann sich langfristig häufig freuen – und manchmal auch schon nach fünf Wochen.