Schwarzarbeit ist längst keine Ausnahme mehr, sondern gehört zum Alltag. Geschätzt 6 bis 8 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland stundenweise schwarz. Und die Zahl könnte angesichts hoher Steuern und Sozialabgaben, die auf Jobs fällig werden, noch steigen. Ein Alarmsignal.

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Denn viele Haushalte könnten sich regulär angemeldete Putzhilfen oder Pflegepersonal für ihre hilfsbedürftigen Angehörigen wohl gar nicht leisten, wenn sie nicht an der Steuer vorbei für sie arbeiten würden. Gleichzeitig sichern die Nebenjobs den Schwarzarbeitenden ein zusätzliches Einkommen, um die eigene knappe Kasse aufzubessern. Eine scheinbare Win-Win-Situation – aber leider illegal.

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Beate Kranz, Wirtschaftskorrespondentin.© Reto Klar | Reto Klar

Schwarzarbeit: Es herrscht Korrekturbedarf

So attraktiv und harmlos Schwarzarbeit auf den ersten Blick wirken mag, so ist sie doch eher schädlich. Vor allem für die Arbeitenden. Sie sind oft schutzlos, bei Unfällen und Krankheiten nicht versichert und können erst recht nicht fürs Alter vorsorgen. Zudem entgehen der Steuerkasse und den Sozialkassen Beiträge für erbrachte Leistungen. Geld, was für wichtige Investitionen fehlt. Hier herrscht Korrekturbedarf.

Wenn sich etwas grundlegend ändern soll, muss die hohe Belastung für geleistete Arbeit endlich deutlich sinken. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte werden im Vergleich zu manchen Selbstständigen, Beamten oder Geldanlegern zu stark zur Kasse gebeten. Steuern und Sozialabgaben auf die Arbeit müssen niedriger, andere Einnahmequellen genutzt werden. Dies sollte sich die neue Regierung auf die Fahnen schreiben, wenn sie die illegale Beschäftigung in den regulären Arbeitsmarkt holen möchte. Arbeit muss sich wieder auszahlen.

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