Viele freuen sich schon auf entspannte Ostertage mit den Liebsten. Ein wichtiger Bestandteil eines gelungenen Osterfestes: Schokolade und insbesondere Schokoosterhasen. Doch wer gerade im Supermarkt welche kaufen will, dem wird beim Blick aufs Preisschild die Vorfreude auf Ostern vergehen.

Donnerstag

Wirtschaft in Berlin

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Lindt & Sprüngli etwa, Hersteller der ikonischen „Goldhasen“ hat schon im vergangenen Jahr die Preise erhöht und die Schweizer Firma kündigte dies auch für dieses Jahr an. Der 100-Gramm-Goldhase wird auf der Webseite des Unternehmens nun etwa für 4,29 Euro das Stück angeboten. Für denselben Preis gibt es ihn bei Rewe und Edeka. Es geht allerdings auch günstiger: Bei Lidl etwa ist ein 200-Gramm-Hase der Eigenmarkte Favorina schon für 2,49 Euro zu haben. Grund für die Preise ist die wichtigste Schoko-Zutat: Kakao.

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Grund für teure Schokohasen liegt in Westafrika

Der Preis der braunen Bohnen hat im vergangenen Jahr laut International Cocoa Organization (ICCO) mit 12.600 US-Dollar pro Tonne ein Allzeithoch erreicht. Inzwischen ist der Kakaopreis wieder auf knapp 8000 Dollar pro Tonne gesunken, aber damit immer noch deutlich über dem jahrelangen Durchschnittspreis von 1500 bis 3000 Dollar pro Tonne. Und die Kakaopreise können auch schnell wieder ansteigen.

Die Ursache für den extrem gestiegenen Kakaopreis liegt in den Erzeugerländern im Westen Afrikas, aus denen 70 Prozent der Ernte stammen, allen voran der Elfenbeinküste und Ghana. Doch dort gehen die Ernten schon seit Jahren zurück. Ein Grund ist das von Läusen übertragene Cacao swollen shoot Virus (CSSV), von denen inzwischen ein Großteil der Plantagen Westafrikas betroffen ist. Bei einem Befall bleibt Kakaobauern nichts anderes übrig, als die betroffenen Pflanzen zu vernichten.

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Auch der Klimawandel lässt Kakaopreise steigen

Auch der Klimawandel macht dem Kakaoanbau zu schaffen: Langanhaltende Hitzeperioden mit Temperaturen von über 32 Grad drücken laut einer Studie der US-Universität Princeton die Erträge und mindern die Qualität der Bohnen. Gleichzeitig fallen in den Regenperioden auch die Niederschläge heftiger aus, was ebenfalls den Pflanzen und Bohnen schadet.

Im Vorjahr wurden deshalb weltweit nur 4,4 Millionen Tonnen Kakaobohnen geerntet – 17 Prozent weniger als im Durchschnitt der zehn Jahre davor. Dieses Jahr soll die Ernte zwar wieder auf 4,86 Millionen Tonnen ansteigen, doch auch das liegt noch 8 Prozent unter dem Durchschnitt.

Laut der indischen Analysefirma Transgraph Consulting werden deshalb in diesem Jahr etwa 184.000 Tonnen Kakao fehlen – doch die Nachfrage ist weiterhin hoch, was sich auch auf die Preise auswirkt. Hoffnung gibt es, dass aufgrund der Nachfrage nun auch andere Länder, etwa in Südamerika, ihre Produktion hochfahren. Doch bis es dort zu nennenswerten Ernten kommt, könnte es noch Jahre dauern.

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Teure Schokohasen: Mit diesen Tricks können Kunden Geld sparen

Doch trotz steigenden Kakaopreisen können Kundinnen und Kunden mit ein paar Tricks doch noch günstige Schokohasen bekommen. Kurz vor Ostern liefern sich viele Supermärkte eine regelrechte Rabattschlacht. Generell gilt: Eigenmarken der Discounter sind günstiger als Markenhasen, etwa von Lindt. Wer dennoch einen Schokohasen kaufen will, sollte auf die Kilogrammpreise achten. Dabei gilt: je größer der Hase, desto günstiger der Kilopreis.

Und für wen die Schokolade nicht unbedingt Hasenform haben muss, der kann auch normale Tafeln kaufen, die bei gleichem Gewicht ebenfalls häufig günstiger sind, rät Silvia Monetti, Expertin für Lebensmittelpreise bei der Verbraucherzentrale NRW. „Die Vollmilchschokoladentafel kann vom gleichen Hersteller pro 100 Gramm weniger als die Hälfte eines Osterhasen kosten. Die Schokolade wird also in Hasenform teils doppelt so teuer verkauft.“ Auch von Marketing-Phrasen wie „Alpenmilch“ sollten sich Verbraucher nicht täuschen lassen.