Energiekosten

Heizölpreise vom 9. Januar: Wie viel ein Liter Heizöl kostet

| Lesedauer: 6 Minuten
Darum ist Heizöl so teuer geworden

Darum ist Heizöl so teuer geworden

Gerade im Winter setzt es vielen Verbrauchern zu, dass die Preise für Heizöl noch so hoch sind. Trotzdem steigt die Nachfrage – auch aus der Wirtschaft.

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Die Heizölpreise in Deutschland sinken aktuell – doch wie viel hat ein Liter Heizöl am 9. Januar gekostet? Hier erfahren Sie mehr.

Berlin. Der Krieg in der Ukraine und der damit einhergehende Gaskonflikt mit Russland hat in Deutschland eine Energie- und Preiskrise ausgelöst. Brennstoffe wie Heizöl und Gas waren 2022 teurer denn je – zum Teil hat ein Liter Heizöl fast zwei Euro gekostet. Mittlerweile geht es mit Blick auf die Energiepreise wieder ein wenig ruhiger zu. Der Gaspreis hat sich stabilisiert und auch im Hinblick auf die Heizölpreise zeichnet sich ein Abwärtstrend ab. Als Gründe nennen Experten die sinkende Nachfrage und das milde Wetter.

Lesen Sie auch: Die Heizölpreise am 10. Januar in Deutschland

Auch am 9. Januar ist der Abwärtstrend erkennbar. In der unten stehenden Tabelle haben wir die Heizölpreise von heute zusammengefasst. Viele Zahlen und allgemeine Informationen zur Entwicklung der Heizölpreise finden Sie in einem separaten Beitrag.

Heizölpreise vom 9. Januar: Die Entwicklung der Preise auf einen Blick

Je nach Anbieter kann sich der Heizölpreis leicht unterscheiden. Zudem gibt es verschiedene Arten von Heizöl – für Premium-Öl muss etwa mehr bezahlt werden als für die Standard-Variante. Allerdings gibt es Mittelwerte, die Verbraucher für einen Vergleich kennen sollten. Die Tabelle zeigt die Preise pro Liter verschiedener Anbieter und Vergleichsportale. Lesen Sie hier: Heizöl günstig in der Nähe kaufen – So finden Sie den besten Preis

   "TotalEnergies" "Tecson" "esyoil"
Heizölpreise vom 4. Januar 1,21 Euro 1,24 Euro 1,17 Euro
Heizölpreise vom 5. Januar 1,21 Euro 1,20 Euro 1,15 Euro
Heizölpreise vom 6. Januar 1,19 Euro 1,19 Euro 1,14 Euro
Heizölpreise vom 7. Januar 1,19 Euro 1,18 Euro 1,13 Euro
Heizölpreise vom 8. Januar 1,19 Euro 1,14 Euro
Heizölpreise vom 9. Januar 1,19 Euro 1,19 Euro 1,13 Euro

Im Vergleich zur Vorwoche ist am 9. Januar nur ein leichter Abwärtstrend der Heizölpreise zu erkennen. Das Vergleichsportal "TotalEnergies" meldet weiter einen Literpreis von 1,19 Euro – ebenso "Tecson". Lediglich "esyoil" korrigiert seine Preisangabe im Vergleich zum Vortag um einen Cent von 1,14 Euro zu 1,13 Euro nach unten. Im Schnitt ergibt sich damit ein Heizölpreis von 1,17 Euro in Deutschland. Der Preis für einen Liter Heizöl ist damit weiter deutlich günstiger als im Jahr 2022 – aber immer noch deutlich teurer als in den Vorjahren.

Entwicklung der Heizölpreise: Jetzt kaufen oder abwarten – das sollte man bedenken

Wer im Herbst gewartet hat und jetzt Heizöl bestellt, kann somit viel Geld sparen. Unklar ist jedoch, wie lange der aktuelle Abwärtstrend noch andauert. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich die Energiepreise von heute auf morgen unerwartet ändern können. Zudem lässt sich bloß schwer abschätzen, wie sich die Verbraucherpreise ab 2023 insgesamt weiter entwickeln werden. Fest steht aber: Für die kostenintensive Zeit im Jahr 2022 soll es rückwirkend einen vom Bund finanzierten Zuschuss für Heizöl und Pellets geben – viele Details sind aber noch unklar.

Die Entscheidung – ob man jetzt Heizöl einkauft oder besser abwartet – sollte man aber nicht allein vom Marktpreis abhängig machen. Wer kein oder bloß noch wenig Heizöl im Tank hat, sollte zumindest eine gewisse Menge bestellen, um über die nächsten Wintermonate zu kommen. Jetzt noch sparen kann, wer beim Heizölbestellen einen wichtigen Tipp beachtet. Und auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle. Zwar schwanken die Preise derzeit weniger stark, bei größeren Bestellungen – etwa mit den Nachbarn – können sich auch wenige Cent schnell rechnen.

Die Entwicklung der Heizölpreise in Deutschland im Jahr 2022

Der russische Angriff auf die Ukraine hat die Energiemärkte auf der ganzen Welt nachhaltig verändert. Auch die Heizölpreise in Deutschland sind aufgrund der veränderten geopolitischen Lage stark gestiegen. Nach einem anfänglichen Hoch ist der Preis zwischenzeitlich wieder etwas zurückgegangen – im Vergleich zu den Vorjahren sind es aber immer noch sehr teure Preise. Die Preisentwicklung in unserer Tabelle basiert auf Angaben von "esyoil". Hier lesen Sie: Heizöl kaufen – Diese Fehler treiben die Heizölpreise in die Höhe

Datum Heizölpreise pro Liter
15. Januar 2022 0,87 Euro
15. Februar 2022 0,94 Euro
15. März 2022 1,69 Euro
15. April 2022 1,30 Euro
15. Mai 2022 1,30 Euro
15. Juni 2022 1,47 Euro
15. Juli 2022 1,52 Euro
15. August 2022 1,53 Euro
15. September 2022 1,52 Euro
15. Oktober 2022 1,68 Euro
15. November 2022 1,37 Euro
15. Dezember 2022 1,25 Euro

Heizölpreise je Bundesland: Der Preis pro Liter heute am 6. Januar

Es gibt viele verschiedene Einflussfaktoren, die sich auf die Heizölpreise in Deutschland auswirken. Neben dem Prinzip von "Angebot und Nachfrage" sowie auch der weltpolitischen Entwicklung gehört dazu auch der Wohnort in Deutschland. Daher können die Preise je nach Bundesland stark variieren. Die Daten in der Tabelle stammen vom Vergleichsportal "esyoil" (Stand: 9. Januar 10 Uhr).

Bundesland Heizölpreis pro Liter
Baden-Württemberg 1,15 Euro
Bayern 1,12 Euro
Berlin 1,19 Euro
Brandenburg 1,17 Euro
Bremen 1,20 Euro
Hamburg 1,16 Euro
Hessen 1,14 Euro
Mecklenburg-Vorpommern 1,16 Euro
Niedersachsen 1,20 Euro
Nordrhein-Westfalen 1,09 Euro
Rheinland-Pfalz 1,12 Euro
Saarland 1,15 Euro
Sachsen 1,14 Euro
Sachsen-Anhalt 1,16 Euro
Schleswig-Holstein 1,13 Euro
Thüringen 1,14 Euro

Genau wie der bundesweite Heizölpreis haben sich auch die Heizölpreise der einzelnen Bundesländer im Vergleich zum Sonntag wenig verändert. Nach wie vor bezahlen die Verbraucher in Nordrhein-Westfalen am wenigsten für einen Liter Heizöl in Deutschland (1,09 EUR/Liter). Am tiefsten müssen aktuell die Heizölkunden in Niedersachsen und Bremen in die Tasche greifen. Hier ist der Liter Heizöl mit 1,20 Euro im bundesweiten Vergleich weiter am teuersten. Seit Beginn der Energiekrise kommt es verstärkt zu regionalen Preisdifferenzen.