Kommentar

Sicherheit im Job: Nicht beim Arbeitsschutz sparen

Hintergrund: So will die Ampel Fachkräfte nach Deutschland locken

Hintergrund- So will die Ampel Fachkräfte nach Deutschland locken

Leichtere Einbürgerung, mehr Fachkräfte und eine Chance für Geduldete - die Ampel-Koalition will mit einem Bündel von Maßnahmen die Rahmenbedingungen für die Zuwanderung nach Deutschland verbessern. Ein Überblick über die Pläne.

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Erschreckend: Jeden vierten Tag stirbt in Deutschland ein Bauarbeiter im Job. Warum der Arbeitsschutz für alle verbessert werden muss.

Berlin. Die Zahl ist erschreckend hoch. An jedem vierten Tag stirbt ein Bauarbeiter im Job. Bis Ende August sind in diesem Jahr in Deutschland schon 56 Menschen während ihrer Tätigkeit am Bau ums Leben gekommen – in etwa so viele wie im Vorjahr. Beschäftigte, für die ihre Arbeit zur tödlichen Falle wurde. Das ist bitter – denn jeder von ihnen ist einer zu viel.

Die meisten stürzen ab, anderen werden von herabfallenden Gegenständen verletzt. Insgesamt wurden in den ersten acht Monaten mehr als 65.700 Unfälle gemeldet. Wer trägt die Schuld? Ist es Unachtsamkeit oder reichen schlichtweg die nötigen Arbeitsschutzbedingungen nicht aus? Letzteres wäre unverzeihlich. Insbesondere dann, wenn wichtige Sicherungsmaßnahmen aus Kostengründen nicht ergriffen werden.

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Arbeitsschutz: Unternehmer stehen in der Verantwortung

Die Beschäftigten am Bau tragen aufgrund der oft hohen körperlichen Belastung bereits eine große Bürde. Nicht wenigen geht der Job auf die Knochen, ihre Gesundheit wird stärker belastet als bei vielen anderen Tätigkeiten.

Umso wichtiger ist es, dass auf Baustellen wirklich alles zum Einsatz kommt, was die Arbeitenden schützt – und zwar rund um die Uhr, auch wenn die Aufmerksamkeit nach vorangeschrittenem Tageswerk schon etwas nachlässt.

Aufs Schärfste zu verurteilen ist, wenn ausländische Arbeitnehmer nach Unfällen verletzt in die Heimat geschickt werden, anstatt sie schnell im örtlichen Krankenhaus zu behandeln und bestmöglich zu versorgen.

Hier müssen alle die optimale Behandlung erfahren – unabhängig von Alter, Geschlecht und Nationalität. Am Arbeitsschutz und der Gesundheit im Job darf nicht gespart werden. Hier steht jeder Unternehmer für seine Beschäftigten in der Verantwortung.

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.