Flüge mit Etihad

Brief an den Bund - Müller macht sich für Air Berlin stark

Der Bund will die Partnerschaft zwischen Air Berlin und Etihad einschränken. Zusammen mit Länderkollegen setzt Müller nun dagegen.

Air-Berlin soll weniger mit Etihad zusammenfliegen können

Air-Berlin soll weniger mit Etihad zusammenfliegen können

Foto: dpa Picture-Alliance / Andreas Gebert / picture-alliance/ dpa

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) setzt sich mit Länderkollegen für die schwächelnde Fluggesellschaft Air Berlin ein. „Wir alle wollen, dass Air Berlin ihre Code-Sharing-Flüge mit Etihad weiterhin anbieten kann“, sagte der Berliner Regierungschef mit Blick auf eine gemeinsame Initiative mit den Ministerpräsidenten Hannelore Kraft (SPD/Nordrhein-Westfalen) und Winfried Kretschmann (Grüne/Baden-Württemberg).

Die drei Regierungschefs hätten an Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), an Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und an Außenminister Frank-Walter Steinmeier (beide SPD) geschrieben, sagte Müller. „Wir erwarten, dass die Flüge so wie bisher weitergeführt werden können.“ Air Berlin brauche für das internationale Geschäft einen Partner, der Strecken übernehme, wo Air Berlin sie selbst nicht anbiete. „Diese Partnerschaft will Dobrindt aus Wettbewerbsgründen einschränken“, kritisierte Müller.

Rekord-Defizit

Air Berlin machte 2014 den größten Verlust seiner Firmengeschichte. Demnach wird das Nettoergebnis der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft für 2014 zwischen minus 362 Millionen und minus 387 Millionen Euro liegen. 2013 hatte das Defizit minus 316 Millionen Euro betragen.