Der angekündigte zweitägige Streik bei der Lufthansa-Tochter Germanwings beeinträchtigt auch massiv den Flugbetrieb in Berlin-Tegel. Dort fallen am Donnerstag 48 Starts und Landungen aus, wie ein Sprecher der Fluggesellschaft am Mittwoch sagte.

Geplant waren insgesamt 72 An- und Abflüge. Betroffen sind unterschiedliche Ziele im In- und Ausland, darunter Amsterdam und Düsseldorf. Wie viele Verbindungen am Freitag gestrichen werden, wollte Germanwings am Mittwochabend veröffentlichen.

Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat ihre Mitglieder unter den rund 700 Germanwings-Piloten dazu aufgerufen, Donnerstag und Freitag die Arbeit niederzulegen. Bemühungen seitens der Piloten, den Tarifkonflikt beizulegen, seien zuletzt gescheitert. „Damit dokumentiert Lufthansa erneut den fehlenden Einigungswillen und verantwortet weitere Arbeitskämpfe“, erklärte ein Cockpit-Sprecher.

Zwischen dem Lufthansa-Konzern und Cockpit schwelt seit Monaten ein Tarifkonflikt, in dem die Piloten bereits mehrfach streikten. Ein Knackpunkt ist die Altersversorgung der Piloten. Das Unternehmen will die Altersgrenze anheben, ab der ihre Piloten in den bezahlten Frühruhestand gehen können. Außerdem sollen künftige Piloten nach Plänen der Lufthansa überhaupt keine betriebliche Frührente mehr erhalten.

Cockpit erklärte, Lufthansa beharre „unter anderem auf einer deutlichen Verschlechterung bis zur Abschaffung der Übergangsversorgung für die jungen Piloten“. Dies sei „nicht akzeptabel“.

AFP/mim