Müssen Kunden jetzt damit rechnen, im Dunkeln zu sitzen?

Nein. Die Versorgung mit Strom und mit Gas ist auf jeden Fall gesichert. Im schlimmsten Fall fiele der Konsument in die sogenannte Grundversorgung zurück. Allerdings müsste der Verbraucher dafür etwas tiefer in die Tasche greifen als beim Billiganbieter. Er könnte sich aber sofort einen neuen Anbieter suchen.

Flexstrom hat vielen Kunden Strom gegen Vorkasse verkauft. Ist das Geld weg?

Wahrscheinlich ja. Wer bei Firmen wie Flexstrom oder der bereits pleitegegangenen Teldafax von dem Angebot Gebrauch machte, den Strom billig gegen Vorkasse zu beziehen, und dafür die Stromkosten bis zu einem Jahr im Voraus bezahlte, dürfte nach Einschätzung von Verbraucherschützern von seinem Geld nicht mehr viel wiedersehen.

Können die Kunden ihr Geld möglicherweise doch noch zurückbekommen?

Nur im Ausnahmefall. Wenn Flexstrom das Geld per Einzugsermächtigung erhielt und die Abbuchung weniger als sechs Wochen her ist, kann der Kunde die Abbuchung bei seiner Bank rückgängig machen. Er muss er Flexstrom für den in der Zwischenzeit verbrauchten Strom bezahlen. Doch das übrige Geld kann er retten.

Woher bekommen Flexstrom-Kunden künftig ihren Strom?

Zunächst vom Grundversorger, in Berlin Vattenfall. Der Stromkunde hat zudem drei Monate Zeit, sich einen neuen Anbieter zu suchen.