Standort

Berlin ist für Reiche weltweit besonders attraktiv

Geld haben sie in Hülle und Fülle, einige auch die ein oder andere private Insel. Doch welche Städte sind besonders attraktiv für die Reichen dieser Welt? Eine Studie sagt, womit Berlin punkten kann.

Der britische Immobilienmakler Knight Frank hat sich die vier Kategorien Lebensqualität, Wissen und Einfluss, politische Macht sowie wirtschaftliche Aktivität angesehen und aus den Einzelbewertungen eine Gesamtrangliste der attraktivsten Städte erstellt. Ganz oben finden sich New York, London und Paris. Berlin erreicht Platz 11 von 40 internationalen Metropolen. Interessantes verbirgt sich vor allem in den Einzelbewertungen.

Denn Berlin punktet vor allem bei der politischen Macht. Knight Frank sieht die deutsche Hauptstadt hier auf Rang 4, hinter Washington DC, Peking, Brüssel und vor London und Tokio. Als wichtigste Volkswirtschaft der EU nehme Deutschland immer mehr Einfluss auf die Gemeinschaft, heißt es bei Knight Frank. New York kommt auf Rang 7, Paris findet sich erst auf Rang 8, ein Zeichen dafür, dass für die Reichen die französische Regierung an Einfluss verloren hat.

Chicago und San Francisco abgehängt

Überraschend auch Rang 10 für Berlin bei der wirtschaftlichen Aktivität. Der Erhebung zufolge liegt Berlin hier zwischen dem Börsenstandort Frankfurt/Main und Zürich. Die Plätze eins bis drei gehen an New York, London und Tokio. Berlin liegt aber deutlich vor zum Beispiel Chicago (13), San Francisco (15), Brüssel (27) und Seoul (28).

Bei Wissen und Einfluss kommt die deutsche Hauptstadt unter die Top zehn. Mit Rang neun hängt Berlin Städte wie Tokio (13), Brüssel (21) und Washington DC (23) ab. Frankfurt/Main kommt nur auf Platz 36. Die Spitzenplätze belegen London, New York und Singapur.

Schwach bei Lebensqualität

In Sachen Lebensqualität bietet Berlin den Reichen dagegen eher weniger. Rang 18 in der Untersuchung. Ganz oben findet sich hier Zürich, vor Melbourne und Sydney. New York erreicht Rang 6, London Rang 8, Paris Rang 11. Brüssel, Sitz der EU-Kommission, schafft nur Rang 28.

Am liebsten wohnen die Reichen dieser Welt allerdings in London und New York. Auf der Beliebtheitsskala der Luxus-Adressen tauchen auch immer mehr Städte aus Asien auf. Zudem nimmt die Zahl der Ultra-Reichen weltweit kräftig zu und damit auch die Nachfrage nach Nobel-Immobilien. Weil nicht so schnell neue Luxus-Residenzen aus dem Boden gestampft werden können und in Großstädten nur ein begrenztes Flächenangebot zur Verfügung steht, schießen die Preise für Luxusimmobilien in die Höhe. Spitzenreiter bei den Preissteigerungen sind Jakarta, Dubai und Sao Paulo, berichtet Knight Frank. Berlin kommt in dieser Liste nicht vor.