Kartendienst

iPhones auch in Zukunft ohne App für Google Maps

Auf absehbare Zeit müssen iPhone-5-Besitzer auf Googles Kartendienst verzichten - und stattdessen das fehleranfällige Apple-Pendant nutzen.

Foto: JUSTIN SULLIVAN / AFP

Käufer des neuen iPhone 5 von Apple werden auf absehbare Zeit keine Google-Maps-Apps für ihr Gerät bekommen. Das legen Äußerungen von Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt nahe. “Es ist Apples Entscheidung. Bislang haben wir nichts in diese Richtung unternommen”, sagte er am Dienstag in Tokio.

Bei den Vorgängermodellen des iPhones hatte Hersteller Apple stets die Google-Maps-Apps vorinstalliert. Bei der neuesten Auflage des Kassenschlagers verzichtete Apple darauf. Stattdessen entwickelte das Unternehmen eine eigene Karten-Software, die jedoch bei Kritikern und Nutzern durchfiel. Man kann die Google-Karten zwar weiterhin über den Browser nutzen, das ist aber weniger bequem als eine App.

Apple hatte mit iOS 6 auch darauf verzichtet, eine App für Googles Videoplattform YouTube mit auszuliefern. Die aktuelle YouTube-App ist jedoch inzwischen auch in Deutschland direkt vom Internet-Konzern verfügbar.

Wachsende Rivalität zwischen Google und Apple

Die Google-Karten und die YouTube-App gehörten seit dem Start des ersten iPhone 2007 fest zum Inventar des Mobilsystems von Apple. Ihr Verschwinden in iOS 6 spiegelt die wachsende Rivalität zwischen den einstigen Partnern wider.

Der Internet-Konzern zählt mit dem mobilen Betriebssystem Android zu Apples schärfsten Rivalen. Apple-Gründer Steve Jobs hielt Android zudem für einen Abklatsch von iOS und setzte einen Patentkrieg in Gang. Schmidt verließ im August 2009 den Apple-Verwaltungsrat, dem er – damals noch Google-Konzernchef – drei Jahre lang angehört hatte.