Passagierrückgang

BER-Debakel verdirbt Air Berlin das Geschäft

Air Berlin fliegt nicht ins Plus. Obwohl das Flugangebot reduziert wurde, sank die Auslastung. Die Airline sieht einen Grund: den BER-Stopp.

Foto: Getty

Air Berlin muss einen erneut Passagierrückgang verkraften und macht dafür verschobene Eröffnung des neuen Berliner Großflughafens in Schönefeld verantwortlich. Die Zahl der Passagiere schrumpfte noch stärker als das bewusst reduzierte Flugangebot, wie Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft am Freitag mitteilte.

Insgesamt flogen im Juni 3,3 Millionen Menschen mit Air Berlin, fünf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Auslastung der Maschinen verschlechterte sich um einen Prozentpunkt auf 79,0 Prozent.

„Der Passagierrückgang ist auf die kurzfristig angekündigte Rückverlagerung des Berliner Flugverkehrs vom zukünftigen Flughafen BER zurück nach Berlin-Tegel und die damit verbundenen Flugplanveränderungen zurückzuführen“, hieß es vom Lufthansa-Konkurrenten.

Der neue Flughafen soll nun erst im kommenden Jahr seinen Betrieb aufnehmen. Zudem hatte Air Berlin das Flugangebot im Zuge seines Sanierungsprogramms um 3,8 Prozent zusammengestrichen. Nach jahrelangen Verlusten will Vorstandschef Hartmut Mehdorn die Gesellschaft gesundschrumpfen und wieder in die schwarzen Zahlen bringen.