Bei der Suche nach Investoren für die insolvente Drogeriemarktkette Schlecker sollen keine deutschen Bieter mehr in der engeren Auswahl sein. Im Rennen befänden sich nur noch zwei internationale Finanzinvestoren, die keine ausgeprägte Handelskompetenz hätten, berichten die „Stuttgarter Nachrichten“.

Die Zeitung schrieb, auch die Düsseldorfer Droege-Gruppe sei nicht mehr in der engeren Auswahl. Diese hatte zuvor bestätigt, der Insolvenzverwaltung ein Kaufangebot für Schlecker unterbreitet zu haben. Dieses sei jedoch so gering, dass Droege bei dem Prozess unter dem Decknamen „Projekt Sky“ nur noch unter „ferner liefen“ auftauche, berichtet das Blatt unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Schlecker soll demnach im Rahmen eines sogenannten Asset Deals verkauft werden. Im Gegensatz zu einem Share Deal erwirbt der Käufer vom Verkäufer in diesem Fall nicht die Anteile an der zum Verkauf stehenden Gesellschaft. Stattdessen werden bei dieser Art des Unternehmensverkaufs die physischen Wirtschaftsgüter veräußert – bei Schlecker sind dies insbesondere Immobilien und Warenbestände.

dapd/sei