Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst für die Kommunen kostet Berlin voraussichtlich zwischen 20 bis 30 Millionen Euro mehr im Jahr. Nach Angaben der Finanzverwaltung vom Dienstag sind fünf landeseigene Betriebe von dem Abschluss betroffen, da sie Mitglied in der Vereinigung Kommunaler Arbeitgeber sind.

Die am Samstagmorgen erzielte Einigung für die rund zwei Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen sieht Gehaltserhöhungen in den nächsten zwei Jahren von 6,3 Prozent vor. Die Gehälter sollen nach dem vereinbarten Stufenplan rückwirkend zum 1. März um 3,5 Prozent steigen. Weitere Raten von jeweils 1,4 Prozent folgen dann im Januar und im August 2013.

Vivantes nennt keine Zahlen

Bisher haben nicht alle fünf Unternehmen die Steigerung der Personalkosten durchgerechnet, wie die Finanzverwaltung mitteilte. Doch für ihre zusammen rund 11.700 Mitarbeiter müssen die Bäderbetriebe in diesem Jahr 160.000 Euro mehr bezahlen, die Berliner Stadtreinigung (BSR) 7,3 Millionen Euro, die Berliner Wasserbetriebe (BWB) 3,0 Millionen Euro und die Messe Berlin 1 Million Euro - zusammen knapp 11,5 Millionen Euro.

Der Klinikkonzern Vivantes nennt keine Zahlen, hieß es von dort. Mit seinen 13.500 Mitarbeitern hat das Unternehmen aber einen hohen Steigerungsbetrag zu stemmen. Vivantes-Sprecherin Kristina Teschnett sagte, dass 70 Prozent der Mitarbeiter unter den Tarifabschluss fielen. Der Klinikkonzern habe aber einen eigenen Tarifvertrag, in dem geregelt sei, dass die Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst nicht 1:1 übernommen werden, sondern nach einem stetig steigenden Schlüssel, bis 2014 die vollen 100 Prozent erreicht seien.

Für die vereinbarten Tariferhöhungen in 2013 – nochmal 2,8 Prozent - errechneten die Bäderbetriebe, die Wasserbetriebe und die BSR zusammen weitere Personalkosten von zusätzlich 5,8 Millionen Euro. Da fehlen noch die Messe mit ihren knapp 700 Mitarbeitern und wiederum Vivantes.

dpa/nbo