Nach Rekordabsatz

VW will zum weltgrößten Autobauer aufsteigen

Der Volkswagen-Konzern hat erstmals mehr als 8 Millionen Autos in einem Jahr verkauft. Damit ist VW die Nummer zwei. Doch das soll sich bis 2018 ändern, dann soll die 10-Millionen-Marke geknackt sein.

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Europas größter Autobauer Volkswagen eilt auf dem Weg an die Weltspitze von Rekord zu Rekord: Im vergangenen Jahr verkaufte der VW-Konzern erstmals mehr als 8 Millionen Autos weltweit. VW steigerte seinen Absatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf knapp 8,2 Millionen Fahrzeuge. Damit erreichte VW sein Absatzziel. Die Zahl teilte VW-Chef Martin Winterkorn am späten Sonntagabend kurz vor Beginn der Automesse in Detroit mit.

Der Konzern verkaufte damit rund eine Million Autos mehr als im Jahr zuvor. Absatzzuwächse verzeichnete VW nach früheren Informationen vor allem in China, Deutschland und den USA. Die Marke Volkswagen hat 2011 nach früheren Informationen mit 5,1 Millionen verkauften Autos den besten Absatz aller Zeiten erreicht. Die Wolfsburger steigerten die Auslieferungen um 13,1 Prozent.

Vergangene Woche hatte die VW-Tochter Skoda einen Absatzrekord von 875.000 Stück gemeldet, ein Wachstum von 15 Prozent. Auch von Konzerntochter Audi wird für 2011 der höchste Absatz aller Zeiten erwartet, Konzernchef Rupert Stadler nannte in der „Wirtschaftswoche“ 1,3 Millionen Stück.

Nummer eins bis 2018

Bis 2018 will der VW-Konzern den Absatz auf mehr als zehn Millionen Autos erhöhen und damit zum weltgrößten Autobauer aufsteigen. Derzeit ist VW die Nummer zwei hinter General Motors.

Auf dem wichtigen US-Markt will VW seine konzernweiten Verkäufe in diesem Jahr auf mehr als 500.000 Wagen steigern. „Das wäre zum ersten Mal seit 39 Jahren“, sagte Nordamerika-Chef Jonathan Browning am Sonntag vor Journalisten in New York. Im vergangenen Jahr lieferte der Konzern auf dem US-Markt rund 444.200 Wagen aus. Das waren 23 Prozent mehr als 2010.

Das Absatzplus auf dem US-Markt ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg von VW an die Weltspitze. Volkswagen war in den USA lange nur schwach vertreten, während asiatische Hersteller wie Toyota dort auftrumpfen konnten.

VW hat die US-Offensive hat im vergangenen Jahr mit der Produktion eines speziell für den amerikanischen Markt entwickelten Passat verstärkt. Der neue Wagen wird in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee gebaut. Die Deutschen kommen dort mit der Produktion kaum hinterher, so stark ist die Nachfrage nach dem großen Wagen, der mit einem Basispreis von 20.000 Dollar gegen den bisherigen Mittelklasse-Primus Toyota Camry antritt.

Zur geplanten Fusion mit dem Sportwagenbauer Porsche sagte Winterkorn, es gebe nichts Neues. „Die Absicht zu verschmelzen besteht.“