Deutsche-Bank-Chef

Ackermann hält ein flammendes Plädoyer für den Euro

Viele Bürger nähmen Europa als selbstverständlich hin, klagt Deutsche-Bank-Chef Ackermann. Die Menschen müssten neu begeistert werden.

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Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat als Konsequenz aus der Euro-Schuldenkrise eine Renaissance des europäischen Gedankens gefordert. Die Staatsschuldenkrise habe die Schwächen des institutionellen Aufbaus der Europäischen Union (EU) schonungslos aufgedeckt, sagte Ackermann.

Die Idee der europäischen Einigung müsse neu belebt, die Menschen müssten dafür neu begeistert werden – zu viele nähmen Europa als Selbstverständlichkeit. Aber gerade auch Deutschland verliere, wenn die europäische Integration zurückgedreht werde.

Europa müsse eine neue Begründung gegeben werden, betonte der Deutsche-Bank-Chef – nach seiner Ansicht sei dies die der „Selbstbehauptung“, die „Idee der Freiheit“. Ackermann sprach sich zudem für automatische Sanktionen gegen Schuldenstaaten aus. Europa brauche zudem auch einen ausreichenden Krisenmechanismus. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker betonte, der Euro sei eine Erfolgsgeschichte.

„Ich bin stolz auf den Euro“, unterstrich er. Zum Abbau von Staatsschulden gebe es keine Alternative, sagte er weiter. Es gebe aber aus seiner Sicht keine Euro-Krise, die Gemeinschaftswährung sei in ihrem Außenwert stabil.