Reisekonzern

Tui fliegt sich in die Gewinnzone

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Europas größter Reisekonzern Tui legt hat im letzten Geschäftsjahr trotz des Arabischen Frühlings Gewinne eingefahren. Analysten hatten hingegen Verluste erwartet. Dennoch sollen die Aktionäre wie in den Vorjahren auf eine Dividende verzichten.

Europas größter Reisekonzern Tui hat im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz Nordafrika-Krise und Problemen in der Container-Schifffahrt einen Gewinn erzielt. Unter dem Strich stand nach den zwölf Monaten bis Ende September ein Überschuss von rund 24 Millionen Euro nach 102 Millionen Euro ein Jahr zuvor, wie das im MDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Hannover mitteilte. Analysten hatten hingegen einen Verlust erwartet. Dennoch sollen die Aktionäre wie in den Vorjahren auf eine Dividende verzichten.

Der Umsatz stieg dank höherer Urlauberzahlen überraschend stark um sieben Prozent auf 17,5 Milliarden Euro. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn legte um zwei Prozent auf 600 Millionen Euro zu. Für die verbliebene Beteiligung an der Container-Reederei Hapag-Lloyd, die 2012 abgestoßen werden soll, musste Tui einen Verlust von zwei Millionen Euro hinnehmen.

Ein Jahr zuvor hatte hier noch ein Gewinn von 150 Millionen Euro gestanden. Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September 2012 zeigte sich Tui-Chef Michael Frenzel vorsichtig optimistisch: Unterm Strich erwartet er wieder einen Gewinn.

Tui Travel ist die wichtigste Tochter des Konzerns in Hannover, der sich künftig allein auf das Reisegeschäft konzentrieren will. Erst am Dienstag wurde bekannt, dass die Tui die Verkaufsoption für die Hapag-Lloyd-Beteiligung ziehen und ihren Anteil fast vollständig den anderen Großaktionären andienen will. Konzernchef Michael Frenzel will einen reinen Reisekonzern schaffen und in der Touristik expandieren.