Pkw-Absatz

Deutsche Autobauer wachsen in den USA zweistellig

Die Amerikaner haben im November deutlich mehr Autos deutscher Hersteller gekauft. Das größte Plus erzielten Mercedes-Benz und VW.

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Dank zuversichtlicher Verbraucher hat sich der Automarkt in den USA den sechsten Monat in Folge erholt. Alle großen Hersteller lockten im November mehr Käufer an und verbuchten ein deutliches Absatzplus.

Am stärksten legte die Daimler-Tochter Mercedes-Benz zu, die die Zahl der verkauften Autos nach Unternehmensangaben um 55 Prozent auf 28.300 steigerte. Volkswagen brachte 28.400 Wagen an die Kunden, 41 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die VW-Tochter Audi steigerte sich um knapp 4 Prozent auf 9700 Autos.

Abstriche musste allein Porsche machen: Der mit Volkswagen verbundene Sportwagenbauer verbuchte ein Minus von 7 Prozent auf knapp 2255 Wagen und führte das auf Lieferengpässe zurück. BMW meldete einen Zuwachs von 15 Prozent auf insgesamt 26.300 Fahrzeuge seiner Marken BMW und Mini.

Von den US-Herstellern legte Chrysler am stärksten zu. Der vom italienischen Autobauer Fiat kontrollierte Konzern steigerte seine Verkaufszahl um 45 Prozent auf 107.200 Fahrzeuge. Ford meldete ein Plus von 13 Prozent auf 166.900 Autos. General Motors legte um 7 Prozent auf 180.400 Wagen zu.

Der einstige Weltmarktführer Toyota büßte weiter Marktanteile ein. Mit einem Plus von 7 Prozent auf 138.000 Autos legte der Konzern weniger stark zu als die Konkurrenz. Die deutsche Automobilindustrie erwartet dagegen 2011 neue Rekorde bei Export, Produktion und Umsatz. In Deutschland würden in diesem Jahr über 3,1 Millionen Autos neu zugelassen, teilte der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) mit.

Diese Entwicklung werde sich zwar nicht auf das kommende Jahr fortschreiben lassen. Man sei aber auch für 2012 zuversichtlich, wenn es gelinge, die Finanzmärkte zu stabilisieren, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann. "Wir gehen etwas vom Gas, behalten aber Tempo."

Der VDA erwartet einen Exportrekord von 4,55 Millionen Fahrzeuge. Auch die Bestellungen seien auf einem hohen Stand. Dies gelte auch für das Inland. In Deutschland wurden bis Ende November 2,93 Millionen Autos zugelassen. Dies ist ein Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von neun Prozent. Im Oktober hatten die Neuzulassungen nur um ein Prozent zugelegt.