Partnerschaft vereinbart

BMW liefert sparsame Dieselmotoren an Toyota

Toyota und BMW haben eine Partnerschaft geschlossen. Toyota erhält Motoren, und bei der Batterietechnik wird gemeinsam geforscht.

BMW und Toyota haben eine umfassende technische Zusammenarbeit beschlossen. So wird die Münchner Nobelmarke etwa Dieselmotoren an den japanischen Autoriesen liefern, wie beide Unternehmen am Rande des Autosalons in Tokio mitteilten.

Mit effizienten Antrieben könnte der japanische Marktführer Toyota seinen Marktanteil in Europa leichter steigern als mit Hybridfahrzeugen. Der einstige Weltmarktführer hatte in der Vergangenheit unter Naturkatastrophen in Asien und auch großen Rückrufaktionen gelitten.

Zudem wollen die beiden Konzerne künftig bei der Grundlagenforschung für Batterietechnik kooperieren, vor allem bei der Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Technologie. „Mit diesem Schritt bündeln wir unsere Kräfte, um die Entwicklung von Umwelttechnologien und unsere Innovationsführerschaft im jeweiligen Segment voranzutreiben“, sagte BMW-Chef Norbert Reithofer.

Bislang bezieht BMW Speicher für sein Elektroauto i3, das 2013 auf den Markt kommen soll, vom Zulieferer SB LiMotive. Das deutsch-koreanische Gemeinschaftsunternehmen gehört je zur Hälfte dem weltgrößten Autozulieferer Bosch und dem Elektronikriesen Samsung. SB LiMotive macht außer mit BMW auch Geschäfte mit den amerikanischen Herstellern General Motors und Ford sowie mit dem US-Autobauer Chrysler und dessen italienischer Konzernmutter Fiat.

BMW hat den Verkauf von Motoren an andere Hersteller bereits vor längerem zum Bestandteil der Unternehmensstrategie gemacht, die Japaner sind dabei aber das erste Schwergewicht. Vergleichbare Allianzen gibt es in der Autoindustrie bereits seit längerem, allerdings rücken die Konzerne in den vergangenen Jahren auch bei Schlüsseltechnologien wie Motoren enger zusammen. BMW und Toyota wollen zudem weitere Felder der Zusammenarbeit prüfen.