Der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) und Aldi Süd haben einen Streit um die Verwendung des Begriffs „Handwerk“ in Werbung für Aldi-Wurst beigelegt.
Der Verband hatte sich an Aussagen wie „Nach guter handwerklicher Tradition hergestellt“ gestoßen. Der DFV meint, dass damit der Unterschied zwischen Industrie und Handwerk verschleiert wird.
Per Abmahnung hatte der DFV Aldi Süd aufgeforder t, seine Werbung für Wurstpackungen der Marke „Meine Metzgerei“ zu ändern. Aldi Süd wolle nun bei Industrieprodukten in der Werbung auf den Begriff „Handwerk“ verzichten, so der DFV. Von Aldi Süd (Mülheim/Ruhr) war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
Dem Verbraucher werde bewusst das falsche Bild eines handwerklich hergestellten Erzeugnisses vorgetäuscht, berichtete der Verband in Frankfurt/Main. Dieser Rechtsauffassung habe Aldi zwar widersprochen. Dennoch habe der Discounter eine entsprechende Erklärung abgegeben, um einen langwierigen Rechtsstreit zu verhindern.
„Es besteht ein substanzieller Unterschied zwischen industrieller und handwerklicher Fertigung, der Verbraucher darf hier nicht getäuscht werden“, forderte DFV-Präsident Heinz-Werner Süss. Seit langem beklage sich der Verband schon, dass Industrie und Lebensmittelhandel Produkte fälschlich als handwerklich hergestellte Produkte auszeichne.
dpa/woz



