Regierungssprecher

Goldreserven werden nicht für Euro-Rettung eingesetzt

Regierungssprecher Steffen Seibert widerspricht Berichten über den möglichen Einsatz der deutschen Goldreserven für den Euro-Rettungsschirm.

Foto: ZB / ZB/DPA

Regierungssprecher Steffen Seibert hat Berichten über eine möglichen Einsatz von Währungsreserven der Euro-Notenbanken für den Euro-Rettungsfonds EFSF widersprochen. Es gebe keinerlei Anlass über die Goldreserven der Bundesrepublik Deutschland zu spekulieren, sagte Seibert dem ARD-Fernsehen.

„Die deutschen Goldreserven waren überhaupt kein Thema auf dem G-20 Gipfel in Cannes“. Es sei „allein die unabhängige Bundesbank, die über die Goldreserven verfügen kann“, sagte Seibert. Auch beim Eurogruppentreffen in Brüssel am Montag gehe es nicht um die deutschen Reserven, sondern darum, den Rettungsschirm möglichst wirkungsvoll zu nutzen.

Die „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ und „Morgenpost Online“ hatten berichtet , dass es beim G-20-Gipfel in Cannes Versuche gegeben habe, den EFSF mit einem Teil der Währungsreserven der Euro-Notenbanken aufzufüllen.

Dies wäre demnach nicht nur ein Angriff auf die Unabhängigkeit der Bundesbank, auch die deutsche Haftungssumme beim Rettungsschirm würde so durch die Hintertür erhöht, hieß es in den Berichten weiter.