Geschenke-Umfrage

Was sich die Berliner zu Weihnachten wünschen

Kulturelle Präsente sind in der Hauptstadt beliebt. Die Mehrheit will in diesem Jahr zwischen 100 und 500 Euro für die Liebsten ausgeben - vor allem auf den großen Berliner Shoppingmeilen.

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Die Berliner sind bei ihren Weihnachtswünschen den schöngeistigen Dingen offenbar besonders zugetan. Das zumindest legen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage nahe, die im Auftrag der Berliner Sparkasse erstellt wurde und die Morgenpost Online vorliegt. Demnach sind Bücher das beliebteste Geschenk. 50 Prozent der Befragten wünschen sich das. Gleich darauf folgen Tickets für Theater, Konzerte oder Museen. Das ist der Weihnachtsfavorit von 49 Prozent. Es folgen Reisen (48 Prozent), Bargeld (39 Prozent) und Einladungen zum Essen (39 Prozent). Damit bevorzugen die Einwohner der Hauptstadt zum Fest vor allem immaterielle Güter. Nur 35 Prozent würden sich am meisten über Kleidung freuen, 25 Prozent über CDs und DVDs sowie 15 Prozent über einen neuen Computer oder Laptop. Lustigerweise wünschen sich 17 Prozent ein neues Auto oder Motorrad – doch da dürften nicht alle Wünsche in Erfüllung gehen.

Allerdings gaben die meisten Befragten an, dass sie im Großen und Ganzen mit ihren Geschenken in der Vergangenheit zufrieden waren. 68 Prozent sagten, sie seien „immer“, „meistens“ oder zumindest „teilweise“ gut beschenkt worden.

Ob das in diesem Jahr auch so wird, weiß man natürlich erst nach dem Fest. Zumindest geizen die Berliner beim Beschenken nicht. Die Mehrheit will für Geschenke einen Betrag zwischen 100 und 500 Euro ausgeben (60 Prozent). Jeder Zehnte plant demnach sogar, sein Gabenbudget für die Liebsten im Vergleich zum Vorjahr zu erhöhen. Allerdings will mehr als ein Viertel der Befragten sein Budget in diesem Jahr etwas schonen und weniger ausgeben.

Finanzielle Risiken wollen die Hauptstadtbewohner vor Heiligabend aber nicht eingehen. Nur zwei Prozent werden wohl ihre Einkäufe auf Pump finanzieren. Bei den meisten (88 Prozent) geschieht dies aus dem laufenden Einkommen. Fast jeder Vierte greift auf Ersparnisse zurück. Besonders günstig wird es für jene, die gar nichts verschenken. Immerhin acht Prozent wollen sich vom weihnachtlichen Shoppingzirkus fernhalten und sagten, sie würden in diesem Jahr keine Präsente kaufen. Da wird es Enttäuschungen geben. Denn nur fünf Prozent der Befragten gaben an, dass sie in der Vergangenheit nicht zum Fest bedacht wurden.

Erwartungsfroh können aber die Berliner Einzelhändler dem Weihnachtsgeschäft entgegensehen. 93 Prozent werden die Shoppingmeilen am Kurfürstendamm oder der Friedrichstraße oder die vielen Geschäfte und Einkaufszentren in den Bezirken aufsuchen. Das Internet will nur etwa jeder Dritte (36 Prozent) nutzen. Besonders beliebt ist der Online-Einkauf bei Familien mit Kindern.

Die finanziellen Voraussetzungen für einen üppigen Gabentisch sind in diesem Jahr besonders gut. Wie eine Umfrage von Morgenpost Online unter den 50 großen Arbeitgebern der Hauptstadt unlängst ergab, wollen fast alle Weihnachtsgeld zahlen. Da die Auszahlung meist prozentual an das Gehalt gekoppelt ist, steigt der Betrag. Denn in diesem Jahr konnten die meisten Branchen von tariflichen Erhöhungen profitieren. Einige Unternehmen zahlen mit Weihnachtsgeld bis zu 14 Monatsgehälter.