Preisauftrieb

China verknappt Seltene Erden durch Förderstopp

Der Preis für Hightech-Metalle ist Chinas größtem Anbieter zu gering. Er setzt die Förderung aus – und riskiert so einen Streit mit dem Westen.

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Der größte Produzent von sogenannten Seltenen Erden in China hat die Förderung für einen Monat ausgesetzt , um damit den zuletzt gesunkenen Preis für die exotischen Mineralien wieder nach oben zu treiben. Dieser Schritt des Unternehmens Inner Mongolia Baotou Steel Rare-Earth (Group) Hi-Tech dürfte wieder zu Spannungen zwischen China und den USA und Europa führen.

Kritik gab es auch schon an der Entscheidung Chinas, den Export der Mineralien zu begrenzen, um die eigene Produktion von Produkten zu steigern, bei denen die Seltenen Erden zum Einsatz kommen. Sie werden beispielsweise für Mobilfunkgeräte und andere Hightech-Geräte gebraucht.

In einer Mitteilung an die Börse in Shanghai teilte Baotou Steel mit, man wolle Produktion und Nachfrage wieder in Einklang bringen, nachdem der Preis für Seltene Erden wegen Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung in den USA und in Europa stark gesunken war.

Bei den Seltenen Erden handelt es sich um 17 Mineralien, die für Batterien, bei der Herstellung von Flachbildschirmen, Turbinen und für Elektrofahrzeuge verwendet werden. China hat dabei eine Art Monopolstellung . Zwar liegen nur rund 30 Prozent der weltweiten Vorkommen in China, von der derzeit geförderten Menge an Seltenen Erden kommt aber 97 Prozent aus China. Diese Mineralien gibt es zwar auch in den USA, Kanada und Australien. Dort wurde die Förderung aber in den 90er-Jahren gestoppt, weil die billigen Erze aus China den Markt überschwemmten.