Trotz der Rezession in Deutschland sind im Oktober weniger Unternehmer und Privatleute zahlungsunfähig geworden. Insgesamt gingen bei den Amtsgerichten 13.286 Insolvenzanträge ein, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Das entspreche einem Rückgang um 5,3 Prozent verglichen mit Oktober 2007. Für die ersten zehn Monate fällt der Rückgang mit 7,6 Prozent sogar noch stärker aus. Allerdings dürfte sich das Bild in diesem Jahr drehen: Die Wirtschaftsauskunftei sowie Branchenverbände gehen angesichts des Konjunktureinbruchs und der Finanzkrise von einem Anstieg der Insolvenzen aus.

Im Oktober nahm die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 3,4 Prozent auf 2457 ab. Für die ersten zehn Monate fällt der Rückgang mit 5,5 Prozent auf 24.679 noch größer aus. Mit 8571 Verbrauchern meldeten sich im Oktober allein 5,2 Prozent weniger insolvent, in den ersten zehn Monaten waren es mit 82.106 sogar 8,3 Prozent weniger. Die voraussichtlich offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte auf 3,1 Milliarden Euro nach 2,7 Milliarden Euro im Vorjahr.

Nicht berücksichtigt wurden in den Statistiken jeweils die Daten aus Nordrhein-Westfalen, da für dieses Bundesland keine Angaben für 2007 vorliegen.

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Stahl, Bau, Einzelhandel, Pharma

Die Bankenkrise 2.0

Die ungewisse Fahrt der Autobauer

Chemie, IT-Unternehmen, Elektroindustrie, Versicherungen, Maschinenbau

dpa/PHJ