Rettungsschirm-Chef

"Risiko, dass Euro aufgegeben wird, ist gleich null"

Halten die Länder die Sparpläne ein, kann die Euro-Krise in zwei Jahren beendet sein, sagt EFSF-Chef Regling. Für ihn stehen die Zeichen auf Besserung.

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Die Schuldenkrise im Euro-Raum könnte nach Ansicht von Euro-Rettungsschirm-Chef Klaus Regling in zwei bis drei Jahren vorbei sein. Regling sagte dem "Spiegel", Voraussetzung dafür sei, dass die Länder ihren Spar- und Reformkurs fortsetzten. Für jedes Land der Währungsunion sei ein Sparplan beschlossen worden – davon seien die USA noch weit entfernt.

Der Euro-Rettungschirm – genannt „Europäische Finanz- Stabilitäts-Fazilität“ (EFSF) – ist eine Einrichtung der 16 Euro- Staaten. Regling betonte, die Währungsunion werde nicht auseinanderbrechen, weil starke und schwache Länder ein gemeinsames Interesse an ihrem Fortbestand hätten. „Das Risiko, dass der Euro aufgegeben wird, von wem auch immer, ist gleich null.“

In Deutschland herrscht nach Ansicht Reglings „zum Teil Hysterie“. Die Deutschen glaubten, dass alles immer nur schlimmer kommen könne. „Das stimmt aber nicht, die Zeichen stehen auf Besserung“, zitierte ihn das Magazin. In allen Ländern der Eurozone verbesserten sich die Fundamentaldaten.