Inflation

Verbraucherpreise im Mai erstmals leicht gesunken

Im April explodierten die Preise für Lebensmittel und Energie. Jetzt geht die Teuerungsrate minimal zurück und Waren werden wieder billiger.

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Die Inflationsrate ist im Mai gesunken. Darauf deuten erste Daten aus sechs Bundesländern hin. In Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen stiegen die Verbraucherpreise zwischen 1,9 und 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Im April hatte die bundesweite Teuerungsrate mit 2,4 Prozent den höchsten Wert seit zweieinhalb Jahren erreicht. Im Vergleich zum Vormonat fielen die Preise zwischen 0,1 und 0,2 Prozent.

"Zum Vormonat dürfte es wohl einen leichten Rückgang der Verbraucherpreise um minus 0,1 Prozent geben. Bei der Inflationsrate könnte es in Richtung 2,2 Prozent gehen. Wir haben Entlastungen bei der Energie: hauptsächlich beim Heizöl und etwas bei den Kraftstoffen", sagte Stephan Rieke, Analyst der BHF-Bank. "Es gab Saisoneffekte bei den Pauschalreisen, da kommt ein Ostereffekt zum Tragen."

"Es kann jedoch noch keine Entwarnung an der Inflationsfront gegeben werden", sagte Marco Bargel, Analyst bei der Postbank. "Das Thema ist noch lange nicht gegessen. In der zweiten Jahreshälfte dürfte die Inflationsrate an die Drei-Prozent-Marke heranreichen. Dafür spricht auch das gute konjunkturelle Umfeld. Da fällt es den Unternehmen leichter, höhere Kosten auf die Verbraucher abzuwälzen . Die EZB dürfte deshalb ihren Leitzins im Sommer weiter anheben.“