Börsenturbulenzen

Top-Bankern drohen deutliche Bonus-Kürzungen

Die fetten Jahre sind vorbei, zumindest vorläufig: Bis zu 30 Prozent weniger Boni-Zahlungen werden viele Banker dieses Jahr erhalten.

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Den Top-Bankern drohen US-Marktforschern zufolge in diesem Jahr Bonus-Einbußen von bis zu 30 Prozent. Die Rückgänge dürften sich durch die meisten Bereiche der Finanzindustrie ziehen, teilte die Beratungsfirma Johnson Associates mit.

Am stärksten werden demnach wohl Beschäftigte betroffen sein, die im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren tätig sind. Banker im Aktiengeschäft müssten mit einem geringeren Minus von bis 15 Prozent rechnen. Investmentbanker könnten sich dagegen auf Bonus-Zuwächse von fünf bis zehn Prozent einstellen, was unter anderem am anziehenden Fusionsgeschäft liege.

Im Filial- und Einlagengeschäft erwarten die Experten keine großen Änderungen bei den Sondervergütungen. Johnson Associates knüpft diese Prognosen an die Voraussetzung, dass die aktuellen Börsenturbulenzen nicht zu einer Kernschmelze des Marktes wie im Jahr 2008 eskalieren.

Viele Wall-Street-Banken hatten zuletzt für das zweite Quartal Zahlen veröffentlicht, die für Enttäuschung sorgten. Verschiedene Großinstitute wie Goldman Sachs, Morgan Stanley, Barclays und Credit Suisse hatten zuletzt Tausende von Stellenstreichungen angekündigt.