Standard & Poor's

USA offenbar vor Herabstufung durch Ratingagentur

Die US-Regierung befürchtet offenbar eine Herabstufung der US-Bonität durch die Ratingagentur Standard & Poor's. Das könnte dramatische Folgen haben.

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Die USA rechnen einem Fernsehbericht zufolge mit der Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Standard & Poor’s. Die Regierung bereite sich bereits auf den Verlust der Spitzenbonitätsnote AAA vor, berichtete ABC News unter Berufung auf einen Regierungsvertreter. Es werde auch eine Herabstufung gleich um zwei Stufen nicht ausgeschlossen.

Allerdings sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Die Agentur gebe zunächst keine Stellungnahme ab. Die Regierung halte die Entscheidung einer Herabstufung für unberechtigt.

Sollte es zu einer Herabstufung kommen, dürften vor allem das politische Gezerre um die kurz vor Fristablauf angehobene Schuldengrenze und Zweifel an der Möglichkeit für zusätzliche Einsparungen dafür verantwortlich sein. Die beiden anderen großen Ratingagenturen Moody’s und Fitch hielten nach der Einigung im Schuldenstreit vorerst an ihrer Spitzennote fest .

S&P hatte Mitte Juli erklärt, die Chancen einer Herabstufung in den kommenden drei Monaten stünden bei 50 zu 50, abhängig vom Ausgang des US-Schuldenstreits. Das US-Defizit müsse binnen zehn Jahren um vier Billionen Dollar gedrückt werden. Der Anfang des Monats nach wochenlangem Ringen erzielte Kompromiss zwischen Demokraten und Republikanern sieht allerdings nur Einsparungen von etwas mehr als zwei Billionen Dollar vor.