Frühjahr 2012

Finanzvorstand Strutz verlässt Commerzbank

Eric Strutz, Finanzvorstand der Commerzbank, hat angekündigt, seinen Vertrag 2012 nicht zu verlängern. Dafür gebe es private Gründe.

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Die teilverstaatlichte Commerzbank muss sich einen neuen Finanzchef suchen. Eric Strutz habe dem Aufsichtsrat mitgeteilt, dass er seinen im März 2012 auslaufenden Vertrag nicht verlängern werde, teilte das Geldinstitut mit. Bis dahin werde der 46 Jahre alte Manager seine Aufgaben fortführen.

Vorstandschef Martin Blessing äußerte Bedauern: "Ich habe sehr gut mit ihm zusammengearbeitet und finde es schade, dass er uns verlässt." Strutz führte private Gründe für sein Ausscheiden an. Er wolle nun mehr Zeit für seine Familie haben.

Strutz war seit 2004 Mitglied des Vorstands und hatte sich an den Kapitalmärkten als Finanzexperte einen guten Ruf erworben. Wie ein nächster beruflicher Schritt aussehen könnte, sei noch völlig offen.

Strutz versicherte, dass keine Unstimmigkeiten hinter seinem Ausscheiden stünden. Er sei mit Blessing eine lange Wegstrecke gemeinsam gegangen und schätze ihn sehr. "Wir haben die Bank als Team in den letzten Jahren gemeinsam durch schweres Fahrwasser gebracht."

Inzwischen sei das in der Finanzkrise nur durch milliardenschwere Staatshilfen gerettete Institut gut aufgestellt. "Wir haben die größte Kapitalmaßnahme der deutschen Bankengeschichte erfolgreich abgeschlossen." Dabei hatte die Commerzbank seit April insgesamt gut elf Milliarden Euro eingenommen, um so einen Großteil der Staatsgelder zurückzuzahlen. Zudem sei das Institut früher als erwartet wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt, betonte Strutz.

Bei der Bilanz der bank für das zweite Quartal rechnen Analysten wegen hoher Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen mit einem Gewinnrückgang.