Die Finanzaufsicht BaFin hat das Übernahmeangebot des spanischen Baukonzerns ACS für Hochtief genehmigt. Damit kann ACS sein Angebot an die Hochtiefaktionäre vorlegen. Die Spanier, die knapp 30 Prozent am Essener Konkurrenten besitzen, bieten acht eigene Anteile für fünf Hochtief-Aktien. ACS will langfristig die Mehrheit am größten deutschen Baukonzern übernehmen. Der Hochtief-Vorstand wehrt sich vehement dagegen.

Die Angebotsunterlage entspreche den gesetzlichen Anforderungen, teilte die BaFin mit. Das Angebot verstoße nicht gegen übernahmerechtliche Vorschriften. Allerdings habe die BaFin von ACS erhebliche Nachbesserungen verlangt.

Der „Spiegel“ hatte zuvor berichtet, der BaFin seien schwerwiegende Bedenken gegen das Geschäft gekommen. Schließlich werde sich in Spanien in Kürze ein Gericht mit dem Verdacht von Bilanzfälschungen bei ACS beschäftigen. Außerdem hätten spanische Aktionärsschützer gegen die vom Baukonzern für den Hochtief-Kauf beschlossene Kapitalerhöhung geklagt.

dpa/dapd/ks