Inflationsrate

Die Preise ziehen in Deutschland wieder an

Erstmals seit Juni dieses Jahres liegt die Inflationsrate in Deutschland wieder im positiven Bereich. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, betrug die Teuerungsrate im November 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ohne die fallenden Energiepreise wäre die Inflation stärker angestiegen.

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Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im November auf Jahressicht erstmals seit Juni wieder leicht gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt auf Basis endgültiger Daten in Wiesbaden mitteilte, stieg der Verbraucherpreisindex um revidiert 0,4 Prozent. Ende November hatten die Statistiker einen Preisanstieg von 0,3 Prozent geschätzt. Gegenüber Oktober verringerten sich die Preise geringfügig um 0,1 Prozent.

Im November wirkte sich auf Jahressicht nach Angaben der Behörde die Preisentwicklung der Energie mit einem Rückgang von 2,5 Prozent dämpfend auf die Inflationsrate aus. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei Energie hätte die Inflationsrate bei 0,7 Prozent gelegen. Insbesondere Gas und Heizöl wurden mit einem Minus von 18,7 beziehungsweise 14,9 Prozent billiger.

Teurer wurden hingegen Strom und Kraftstoffe mit einem Anstieg von 5,8 und 5,6 Prozent. Nahrungsmittel verbilligten sich um 2,2 Prozent. Die größten Rückgänge gab es bei Gemüse und Molkereiprodukten. Allerdings stiegen die Preise für Quark, Sahne, Milch oder Butter im Vergleich zum Oktober deutlich. Nennenswerte Preisanstiege von 5,5 Prozent wurden hingegen bei Tabakwaren festgestellt.

Gegenüber dem Vormonat blieben den Statistikern zufolge die Verbraucherpreise mit einem Minus von 0,1 Prozent nahezu unverändert.

Den für europäische Zwecke berechneten harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland weist die Behörde im November mit einem Anstieg um 0,3 Prozent aus. Gegenüber Oktober fiel der Index um 0,2 Prozent.