Rekordausgaben

Deutsche zahlen gern für fair gehandelte Produkte

Die Deutschen kaufen immer mehr fair gehandelte Lebensmittel, Textilien und Blumen. Im Jahr 2009 erreichten die Ausgaben einen neuen Rekord.

Foto: picture-alliance/ KNA / picture-alliance / KNA

Lebensmittel und andere sozial verantwortungsvoll hergestellte Produkte aus Entwicklungsländern werden bei deutschen Kunden immer beliebter. Im vergangenen Jahr wurden für 322 Millionen Euro fair gehandelte Waren gekauft, wie das Branchennetzwerk „Forum Fairer Handel“ mitteilte. Dies waren 21 Prozent mehr als 2008 und ein Rekordstand.

Insgesamt kommt der deutsche Einzelhandel auf rund 400 Milliarden Euro Jahresumsatz. Bei Kaffee als bekanntestem fair gehandelten Produkt erhöhte sich der Absatz den Branchenangaben zufolge um 13 Prozent auf 5900 Tonnen. Bei Fruchtsaft gab es ein Plus um 30 Prozent auf mehr als sechs Millionen Liter. Angesichts schwieriger Situationen in vielen Produzentenländern bringe fairer Handel wichtige Unterstützung, sagte die Koordinatorin des Forums, Antje Edler. Von Erdbeben, Tropenstürmen und Hochwasser seien Kleinbauern stark betroffen. Für Brennstoffe und Düngemittel seien Preise zudem weiterhin hoch.

In Deutschland werden 45 Prozent der fair gehandelten Produkte über Weltläden verkauft, 17 Prozent in Supermärkten. Neben Lebensmitteln zählen dazu etwa auch Textilien und Blumen. „Fairer Handel“ läuft über langfristige Verträge, bei denen die Produzenten höhere Preise als im sonstigen Welthandel bekommen.