Die deutschen Einzelhändler haben im Juni und im gesamten ersten Halbjahr mehr eingenommen als bisher gemeldet. Die Branche setzte im Juni nominal 5,3 Prozent und bereinigt um Preisveränderungen (real) 4,7 Prozent mehr um als vor Jahresfrist, teilte das Statistische Bundesamt nach einer Änderung seiner methodischen Stichprobe mit und revidierte damit bereits gemeldete Daten. Zum Mai sank der Umsatz nominal um 0,5 und real um 0,3 Prozent. Im ersten Halbjahr lagen die Kassenerlöse um 1,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahres, real um 0,9 Prozent darüber. Die Bilanz für die ersten sechs Monate fällt damit besser aus als bisher gemeldet.
Ende Juli hatte das Amt für den Juni noch ein reales (nominales) Plus von 3,1 (3,8) Prozent zum Vorjahr gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat war zunächst von einem realen (nominalen) Umsatzminus von 0,9 (1,1) Prozent die Rede.
Die Statistiker hatten für Juni den Kreis der Unternehmen, die in der monatlichen Stichprobe erfasst werden, geändert. Die Ende Juli gemeldeten Umsätze basierten auf Daten aus sieben Bundesländern, in der revidierten Meldung sind Zahlen aus allen 16 Bundesländern und rückwirkend bis zum Januar 2009 erhalten.
Reuters/woz





