Sollte er sich nicht bis Mitte November darauf einlassen, droht Pierer eine Klage. Siemens beziffert den Gesamtschaden auf 2,5 Milliarden Euro. Neben Pierer fordert der Konzern von sechs weiteren Vorständen Schadenersatz.


Nach Informationen des „Spiegel“ wehrt sich Pierer weiter gegen die geforderte Summe von sechs Millionen Euro. Er halte die von Siemens geforderte Summe von sechs Millionen Euro für völlig willkürlich, berichtete das Nachrichtenmagazin am Freitag vorab und berief sich dabei auf Vertraute Pierers.

Siemens wirft Pierer als langjährigem Vorstands- und späteren Aufsichtsratschef vor, während seiner Amtszeit die Geschäfte des Unternehmens nicht genau genug kontrolliert zu haben. Dadurch seien die weltweiten Schmiergeldzahlungen zahlreicher Konzernsparten für lukrative Aufträge möglich geworden.

Pierer weist das zurück. Unter von Pierer und seinem Nachfolger Klaus Kleinfeld hatte es bei Siemens ein System schwarzer Kassen gegeben, mit dem sich Sparten des Unternehmens in zahlreichen Ländern der Welt lukrative Aufträge sichern wollten.

AFP/Reuters/ws