Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres erstmals seit drei Quartalen wieder unter die Marke von 40 Millionen gesunken. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, hatten im ersten Quartal 2009 rund 39,9 Millionen Menschen einen Arbeitsplatz in Deutschland. Gegenüber dem letzten Quartal 2008 sank die Zahl damit um 2,2 Prozent oder 905.000 Personen.
Im Vergleich zum ersten Quartal des vergangenen Jahres ergab sich dagegen noch ein geringer Zuwachs um 48.000 Erwerbstätige oder 0,1 Prozent. Dabei sei aber zu berücksichtigen, dass die vermehrte Inanspruchnahme von Kurzarbeit die negativen Effekte der Rezession auf die Entwicklung der Erwerbstätigkeit abgemildert habe, erklärte die Behörde.
Neben der Zahl der Arbeitslosen, die monatlich von der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg veröffentlicht wird, ist die vom Statistischen Bundesamt berechnete Erwerbstätigkeit ein weiterer wichtiger Indikator für die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.
Zu den Erwerbstätigen zählt die Behörde alle Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte, geringfügig Beschäftigte, Soldaten) oder Selbstständige beziehungsweise mithelfende Familienangehörige, die eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben.
Der Umfang der Tätigkeit wird dabei nicht berücksichtigt. Personen mit mehreren Beschäftigungsverhältnissen werden nur einmal mit ihrer Haupterwerbstätigkeit erfasst.
AP/dma




