Die Drogeriekette Schlecker hat nach Gewerkschaftsangaben im Geschäftsjahr 2008 in Deutschland rund 52 Millionen Euro Verlust gemacht. Diese Zahl sei bei einer Gesamtbetriebsrats-Versammlung Ende September genannt worden, sagte ein Ver.di-Sprecher und bestätigte damit einen Bericht der „WirtschaftsWoche“.

Im August hatte die Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Marktforschungsunternehmen Nielsen berichtet, dass Schlecker auf dem hart umkämpften Drogeriemarkt in Deutschland seit 2005 über eine Milliarde Euro an Umsatz eingebüßt habe. Nach 5,3 Milliarden Euro im Jahr 2005 habe Schlecker 2008 ohne den Zukauf von Ihr Platz nur noch 4,2 Milliarden Euro umgesetzt, ein Rückgang von rund 20 Prozent.

2007 hätten die Schlecker-Filialen noch 30 Millionen Euro Verlust geschrieben, hieß es unter Berufung auf vertrauliche Zahlen aus dem Konzern. Im Jahr 2007 lag der Verlust laut Bericht noch bei 33 Millionen Euro. In den Jahren zuvor habe der deutsche Marktführer meist Gewinne erzielt. So habe das Betriebsergebnis im Jahr 2000 noch 118 Millionen Euro betragen, hieß es. Schlecker war zunächst nicht zu erreichen.

Bei den deutschen Drogeriemärkten tobt ein harter Kampf um Marktanteile – vor allem zwischen den drei Großen im Markt: Schlecker, dm und Rossmann. Marktführer in Europa ist Anton Schlecker mit einem Umsatz in 2008 von 7,42 Milliarden Euro, gefolgt von dm mit 4,71 Milliarden Euro und Rossmann mit 3,85 Milliarden Euro. Schlecker versucht derzeit, sich dem Expansionsdruck durch die Konkurrenten mit neuen, größeren Filialen entgegenzustellen.

ddp/dpa/fan