Tarifstreit

Bei Easyjet in Schönefeld drohen Streiks

Die Gewerkschaft Ver.di wirft dem Billigflieger Easyjet Lohndumping vor und droht mit Warnstreiks auf der deutschen Easyjet-Basis Berlin-Schönefeld. Diese könnten in den nächsten Wochen Passagiere treffen.

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Passagiere von Easyjet müssen sich auf Streiks an der deutschen Basis des Billigfliegers Berlin-Schönefeld einstellen. Die Tarifverhandlungen für das Kabinenpersonal der Billigfluglinie seien am Dienstag ergebnislos abgebrochen worden, sagte Ver.di-Verhandlungsführer Holger Rößler. „Damit werden Arbeitskampfmaßnahmen in den nächsten Wochen unausweichlich.“

Die Gewerkschaft wirft der Airline Lohndumping vor. Beispielsweise erhielten Beschäftigte, die nach dem 1. Mai 2010 neu eingestellt wurden, mehr als 20 Prozent weniger Vergütung als ihre länger beschäftigten Kollegen. Dies sei „nicht hinnehmbar“, sagte Rößler. Easyjet sei aber nicht bereit, diesen Zustand durch eine Tarifangleichung zu beenden. Für das Cockpit-Personal wird noch auf eine Arbeitgeber-Antwort gewartet.

Der Billigflieger beschäftigt laut Gewerkschaft in Berlin-Schönefeld rund 240 Flugbegleiter sowie 110 Piloten.