Die EU-Kommission hat im Haushalt der Europäischen Union eine Milliarde Euro entdeckt und will diese für die Bekämpfung von Armut und Hunger in der Dritten Welt ausgeben. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso werde dies beim UN-Armutsgipfel in New York über die Erreichung der sogenannten Millenniumsziele vorschlagen. „Es gibt immer eine Überprüfung des nicht ausgegebenen Geldes“, sagte ein Sprecher der Kommission. „Das ist geschehen und wir haben entdeckt, dass da etwas Geld verfügbar ist.“
Barroso wolle das Geld für besonders bedürftige Länder ausgeben, die auch viel für die eigene Entwicklung tun. Mit der Milliarde Euro sollten bis 2015 „konkrete Ergebnisse“ in jenen Bereichen erzielt werden, in denen die „Millenniumsziele“ besonders weit entfernt seien. Dabei geht es um die Bekämpfung des Hungers, die Gesundheitsfürsorge für Mütter und die Versorgung mit sanitären Einrichtungen. Die Milliarde soll durch Geld aus dem Europäischen Entwicklungsfonds finanziert werden, das dort nicht ausgegeben wurde. Der Haushaltsplan muss nach Angaben des Sprechers nicht geändert werden. Der EU-Haushalt beträgt in diesem Jahr 123 Milliarden Euro.
dpa/cat





