BASF übernimmt den Spezialchemiekonzern Cognis. Der weltgrößte Chemiekonzern bezahlt für den deutlich kleineren Konkurrenten aus Monheim bei Köln inklusive Schulden 3,1 Milliarden Euro. Der Kaufpreis für das Eigenkapital liege bei 700 Millionen Euro, teilte BASF in Ludwigshafen mit. Die Übernahme solle bis spätestens November in diesem Jahr abgeschlossen sein.

„Mit dem Erwerb von Cognis stärken wir unser Portfolio mit konjunkturrobusten und ertragsstarken Geschäften und bauen unsere Position als das weltweit führende Chemieunternehmen weiter aus“, erklärte BASF-Chef Jürgen Hambrecht. BASF will mit dem Zukauf insbesondere sein Spezialchemiegeschäft stärken, das höhere Margen abwirft als Massenchemikalien. Erst im vergangenen Jahr hatte der Konzern die Übernahme des Schweizer Spezialchemiekonzerns Ciba für umgerechnet rund 3,8 Milliarden Euro abgeschlossen.

Cognis stellt Produkte der Spezialchemie und Inhaltsstoffe für Nahrungsmittel her; das Unternehmen gehört dem Finanzinvestor Permira und der US-Bank Goldman Sachs. Cognis-Chef Antonio Trius erklärte, die klare Ausrichtung seiner Firma auf die Trends Wellness und Nachhaltigkeit seien eine „hervorragende strategische Ergänzung“ für BASF

Cognis, früher eine Tochter von Henkel, setzte 2009 mit 5500 Mitarbeitern rund 2,6 Milliarden Euro um und erwirtschaftete ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 322 Millionen Euro.

reuters/afp/woz