Staatskassen

Zoll steigert Einnahmen auf 112 Milliarden Euro

Gute Nachrichten für Finanzminister Schäuble. Der Deutsche Zoll hat neun Milliarden Euro mehr eingenommen. Das Geld fließt in den Bundeshaushalt.

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Der Zoll hatte 2010 alle Hände voll zu tun, um Bürger und Wirtschaft vor illegalen Einfuhren zu schützen.

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Der Deutsche Zoll hat dem Bund im vergangenen Jahr die Hälfte seiner Steuereinnahmen gesichert. Die Behörde habe 2010 rund 112 Milliarden Euro eingenommen, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bei der Vorstellung der Zoll-Jahresbilanz in Berlin. Das waren etwa neun Milliarden Euro mehr als ein Jahr zuvor.

Rund 64 Milliarden Euro entfielen auf Zolleinnahmen aus „Verbrauchssteuern“ - wie Tabak- oder Alkoholsteuern. Fast 44 Milliarden Euro brachten Einnahmen aus der sogenannten Einfuhrumsatzsteuer, die beim Import von Waren aus Drittländern anfällt.

Allein 13,5 Milliarden Euro der Zolleinnahmen entfielen auf die Tabaksteuer. Die Zollbeamten stellten im vergangenen Jahr zudem 157 Millionen Zigaretten sicher. Sie stoppten mehr als 2,4 Millionen gefälschte Waren im Wert von etwa 96 Millionen Euro an den Grenzen und deckten einen Schaden in Höhe von 711 Millionen Euro durch Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung auf. Außerdem beschlagnahmten die Zollmitarbeiter fast 27 Tonnen an Rauschgift – darunter 2,3 Tonnen Marihuana, 1,1 Tonnen Kokain und 218 Kilogramm Heroin.

Schäuble lobte die Leistungsfähigkeit der deutschen Zollverwaltung. Sie helfe, effizient Steuern zu erheben und Produktpiraterie und Schwarzarbeit zu bekämpfen. Außerdem sei der Zoll ein wichtiger Standortfaktor für eine Wirtschaftsnation wie Deutschland.