Deutsche Bahn

Lokführer beginnen mit bundesweiten Warnstreiks

Bahnreisende müssen sich von nun an auf Behinderungen einstellen. Die GDL hat begonnen, den Zugverkehr in Deutschland zu bestreiken.

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Im deutschen Bahnverkehr hat nach Angaben der Lokführergewerkschaft GDL ein bundesweiter Warnstreik begonnen. Von dem auf zwei Stunden angelegten Ausstand sind die Deutsche Bahn und mehrere private Konkurrenten betroffen, wie ein GDL-Sprecher sagte. Pendler und Fernreisende müssen sich auf erhebliche Behinderungen im Berufsverkehr einstellen.

Mit dem Warnstreik will die GDL ihrer Forderung nach einheitlichen Tarifstandards für rund 26.000 Lokführer in der gesamten Bahnbranche Nachdruck verleihen. Ein Kernpunkt sind einheitliche Einkommen auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn. Tarifverhandlungen mit dem bundeseigenen Konzern sowie den sechs Konkurrenten Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn hatte die GDL für gescheitert erklärt. Die Deutsche Bahn hat sich nach eigenen Angaben für die Warnstreiks gerüstet. Um die Auswirkungen für die Reisenden so gering wie möglich zu halten, will der Konzern mehrere hundert zusätzliche Mitarbeiter unter anderem in Callcentern einsetzen.

Unter der Rufnummer 08000 / 99 66 33 können sich Fahrgäste im Inland über die konkreten Auswirkungen der Aktionen informieren. Kunden im Ausland erhalten Informationen unter 0049 / 1805 334444. Details sind auch im Internet zu erfahren. Außerdem kündigte die Bahn an, Kunden ihre Fahrkarten zu erstatten, die wegen streikbedingter Zugausfälle, Verspätungen oder Anschlussproblemen ihre Reise nicht antreten können.

Die GDL fordert einen einheitlichen Flächentarifvertrag für alle Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr. Dafür muss sich die Gewerkschaft mit der Deutschen Bahn AG sowie privaten Unternehmen im Personen- und Güterverkehr einigen. Die GDL-Tarifkommission beschloss die Arbeitskampfmaßnahmen Anfang Februar.