Die Fluggesellschaft Air Berlin nimmt heute auf dem Flughafen Tegel ihre neue Interkontinental-Strecke in die amerikanische Metropole Miami auf. Das Ziel in Florida wird zunächst zweimal wöchentlich nonstop von Berlin-Tegel aus angeflogen. Ab Mai wird es drei wöchentliche Verbindungen geben. Gestartet wird zunächst montags und donnerstags um 11 Uhr. Air-Berlin-Chef Joachim Hunold macht damit wahr, was er im vergangenen Mai angekündigt hatte.

Nach Miami wird am Mittwoch die Strecke nach Dubai eröffnet, die die Fluggesellschaft mit dem Namen Berlin im Logo dreimal wöchentlich – mittwochs, freitags und sonntags – anfliegt. Ein One-Way-Ticket kostet ab 199 Euro. „Dubai ist für Air Berlin ein sehr wichtiger Standort, in dem wir großes Wachstumspotenzial sehen“, sagte Hunold kürzlich. Berlins Flughafenchef Rainer Schwarz sieht in der Aufnahme der neuen Langstreckenverbindung ins arabische Emirat Dubai einen „Beleg dafür, dass der Luftverkehr von und nach Berlin ein Wachstumsmarkt ist. Erstmals werden die Berliner Flughäfen in diesem Jahr mehr als 22 Millionen Passagiere zählen.“

Nach Miami und Dubai sollen noch die Langstrecken-Ziele Mombasa (Kenia) und ab Mai nächsten Jahres New York folgen. Air Berlin fliegt bereits jetzt schon Varadero auf Kuba, Punta Cana in der Dominikanischen Republik sowie Bangkok und Phuket in Thailand von Tegel an. Hainan Airlines fliegt nach Peking, Qatar Airways nach Doha im arabischen Emirat Katar. Continental und Delta Airlines steuern seit 2005 New York, Mongolian Airlines die mongolische Hauptstadt Ulan Bator an.

Damit gibt es von Berlin aus derzeit neun Langstrecken. Mit den künftigen Interkontinentalflügen von Air Berlin werden es 13 sein. Air Berlin hat derzeit einen Marktanteil von 30 Prozent gemessen am Passagieraufkommen in Berlin und liegt damit an erster Stelle.

Air Berlin steigert Umsatz und Gewinn

Air Berlin sieht sich insgesamt im Aufwind. Die Fluggesellschaft profitiert von einer anziehenden Nachfrage und hat so im dritten Quartal Umsatz und Gewinn gesteigert. Nach vorläufigen Berechnungen stiegen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27,4 Prozent auf 1,241 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Eingerechnet wurden darin auch übernommene Anteile an Niki und Tuifly.

Bereinigt um diese Akquisitionen lag das Plus bei fünf Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg im dritten Quartal von 118,0 auf 171,7 Millionen Euro, das Nettoergebnis legte von 95,2 auf 135,9 Millionen Euro zu, auch bereinigt gab es Zuwächse. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 20 Prozent im Vorquartal auf 22 Prozent im dritten Quartal; die Nettoverschuldung hat Air Berlin im selben Zeitraum von 493 Millionen Euro auf 438 Millionen Euro reduziert.

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