Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin will die schwierige Lage in der Luftfahrt-Branche mit einem dichten Netz an Bündnissen meistern. Nach dem Start gemeinsamer Flüge mit der drittgrößten US-Linie American Airlines sowie mit Finnair hält Air-Berlin-Chef Joachim Hunold nun nach weiteren Partnern Ausschau.
Wachsen soll Air Berlin nicht zuletzt in den USA – dort ist das Unternehmen bislang praktisch unbekannt. Der Namensbestandteil „Berlin“ im Firmennamen, glaubt Hunold, werde dabei helfen: Air Berlin verbindet künftig Berlin und New York per Direktflug, ab Mai 2011, viermal pro Woche. Das wollen, sagt Hunold, viele US-Kunden: "Berlin entwickelt sich zu einer Boom-Stadt. Von daher haben wir genau den richtigen Namen." das Unternehmen hofft insbesondere auf Geschäftsreisende - Air Berlin will weg vom Image der Billig-Fluglinie.
Die Wirtschaftszeitung „Financial Times Deutschland“ (FTD) berichtet, dass die Fluggesellschaft die Ausstattung ihrer Maschinen verbessern will – inklusive Internetzugang. "Wir testen derzeit ein Gerät, mit dem man Filme schauen, aber auch Spiele machen kann", zitiert die Zeitung Vorstandschef Hunold: "Die Nutzungsgebühr könnte bei 15 bis 20 Euro pro Flug liegen." Auch wolle Air Berlin künftig im Flugzeug Internetzugang anbieten: "Wir suchen noch nach der besten Lösung. Das ganze ist recht teuer und technisch aufwendig", sagte Hunold laut FTD.
Hunolds Ziel ist es demnach – neben höheren Einnahmen – auch, das Firmenimage vom Billigflieger weg hin zu einer Fluggesellschaft für Geschäftsreisende zu bewegen. Hunold: "Das war anfangs durchaus ein Problem, das alte Image abzustreifen. Insofern hat uns die Wirtschaftskrise sogar geholfen, weil die Geschäftsreisenden plötzlich nur noch Economy fliegen durften."
dpa/dino




