Quartalszahlen

Siemens und BASF legen gute Zahlen vor

Die deutschen Dax-Schwergewichte glänzen wieder: Sowohl Siemens als auch BASF haben ihren Gewinn im vergangenen Quartal kräftig steigern können.

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Siemens hat im vergangenen Quartal die Wirtschaftskrise weitgehend hinter sich gelassen. Der operative Gewinn der drei Kernsektoren Industrie, Energie und Medizintechnik stieg verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 40 Prozent auf 2,33 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte. Der Umsatz legte um vier Prozent auf 19,17 Milliarden Euro zu, der Auftragseingang kletterte um 22 Prozent auf 20,87 Milliarden Euro. Mit den Werten ließ Siemens die Erwartungen der Analysten deutlich hinter sich.

„Die starke Nachfrage hat zu einem Rekordauftragsbestand geführt. Gleichzeitig haben die Sektoren das beste Ergebnis aller Zeiten erzielt und werden das Vorjahr deutlich übertreffen“, sagte Vorstandschef Peter Löscher. Im vergangenen Geschäftsjahr 2008/09 (zum Ende September) hatte Siemens operativ 7,5 Milliarden Euro verdient.

Auch der Chemiekonzern BASF hat im zweiten Quartal dank der Konjunkturerholung einen Gewinnsprung gemacht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie vor Sondereinflüssen – wie etwa Restrukturierungen - sei binnen Jahresfrist um 94 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro gestiegen, teilte BASF mit. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem bereinigten Betriebsgewinn von 2,03 Milliarden Euro gerechnet. Unter dem Strich blieb für die Monate April bis Juni ein Nettogewinn von 1,183 Milliarden Euro nach 343 Millionen vor Jahresfrist.

BASF bekräftigte die Geschäftsziele für das Gesamtjahr. Der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen solle deutlich steigen. Der Umsatz werde zulegen, und zwar kräftiger als die weltweite Chemieproduktion. Das weltgrößte Chemieunternehmen will dieses Jahr zudem wieder eine Prämie auf seine Kapitalkosten verdienen. Konzernchef Jürgen Hambrecht stellte für 2010 eine höhere Dividende in Aussicht.