Trotz Wirtschaftskrise haben die Führungskräfte in Deutschland mehr Geld verdient. In diesem Sommer sind die Gehälter in den Chefetagen um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies geht aus einer Vergütungsstudie hervor, die die Beratungsfirma Kienbaum vorstellte. Zusätzlich rechnet das Unternehmen mit einer weiteren leichten Erhöhung der Gehälter in den bevorstehenden zwölf Monaten.
Dabei würde statt der nur „leicht steigenden Grundgehälter“ die leistungsabhängige Zusatzvergütung für leitende Angestellte auf der so genannten ersten Ebene zukünftig stärker ins Gewicht fallen, erklärte das Unternehmen. Im Jahr 2009 hätten Führungskräfte im Schnitt einen Bonus von rund 29.000 Euro ausgezahlt bekommen. Laut der Kienbaum-Studie verdient ein leitender Angestellter durchschnittlich 97.000 Euro jährlich auf der zweiten Ebene.
Führungskräfte, die direkt unter der Geschäftsführung stehen, können ein Gehalt von 132.000 Euro im Jahr erwarten. Topverdiener sind weiterhin die Gesamtleiter der kaufmännischen Bereiche mit 157.000 Euro Jahresverdienst. Auch die Größe des Unternehmens und die Branche spielen der Studie zufolge bei der Höhe des Gehalts eine entscheidende Rolle: Spitzengehälter werden auf erster Ebene in der Chemiebranche und der Mineralölverarbeitung gezahlt, weniger Geld gibt es in der Bauwirtschaft.
AFP/jeb





