Der deutsche Aktienmarkt hat seine leichten Gewinne am Mittwoch vom Handelsstart bis zum Abend größtenteils wieder abgegeben. Der Leitindex DAX schloss mit einem Minus von 1,8 Prozent bei 6650 Punkten. Der MDAX büßte 0,5 Prozent auf 9454 Punkte und der TecDAX 2,3 Prozent auf 804 Zähler ein. Händler sprachen von einem lustlosen und umsatzarmen Geschäft. Der wieder anziehende Ölpreis belaste etwas, hieß es weiter. Die Erholung zu Handelsbeginn sei für Verkäufe genutzt worden.

Die Werte an der New Yorker Wall Street gerieten am Mittwoch im Verlauf unter starken Abgabedruck und notierten schwächer. Bis 18.00 Uhr verlor der Dow Jones Index 1,2 Prozent auf 12.176 Punkte. Der Nasdaq Composite gab 1,3 Prozent auf 2417 Zähler nach. Händler verwiesen auf den zwischenzeitlich steigenden Ölpreis und den schwachen Bankensektor. Nachdem der Ölpreis am Vortag deutlicher konsolidierte, hatte er vorübergehend bis auf 136,80 Dollar angezogen. Als belastend erweisen sich hier die unter den Erwartungen ausgefallenen Rohöllagerbestände.


Der Euro notierte am Abend stärker bei 1,5533 Dollar. Ein Händler sprach von einer Gegenbewegung auf die jüngsten Verluste der Einheitswährung. Druck komme auch von den schwachen Börsenvorlagen von der Wall Street. Dort stehe vor allem der Bankensektor unter Abgabedruck. Laut Marktteilnehmern soll die Kapitalerhöhung von Lehman Brothers nur auf zurückhaltendes Interesse bei Investoren stoßen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Mittwochmittag einen Referenzkurs von 1,5515 Dollar festgestellt.

Im DAX verloren Continental am deutlichsten mit einem Minus von 4,7 Prozent auf 63,64 Euro. Thyssen Krupp gingen 4,3 Prozent auf 40,03 Euro zurück. TUI fielen um 2,7 Prozent auf 15,73 Euro. Die Stimmung werde von einem Warnstreik im Reisebereich belastet, hieß es. Am Morgen hatte die Aktie zunächst noch von Spekulationen um Hapag Lloyd profitiert. Das „Handelsblatt“ berichtete, der Reisekonzern gebe Interessenten in der nächsten Woche erste Einblicke in die Geschäfte der Schifffahrtstochter. „Das könnte als Befreiungsschlag gewertet werden, wobei die Querelen zwischen dem Management und Großaktionär Fredriksen aber weitergehen dürften“, meinte ein Marktteilnehmer.

Aixtron mit deutlichen Kursabschlägen

Auf der anderen Seite gewannen Infineon 1,7 Prozent auf 5,96 Euro. Analysten der ABN Amro hatten das Kursziel für Infineon auf 7,75 Euro von zuvor 7,55 Euro erhöht. Fresenius Medical Carre erhöhten sich um 0,4 Prozent auf 35,80 Euro.

In der zweiten Reihe standen vor allem ProSiebenSat.1 deutlich unter Druck. Die Papiere verloren einen Tag nach der Hauptversammmlung 18,0 Prozent auf 7,22 Euro. Die Dividende beträgt 1,25 Euro und entspricht damit überwiegend dem aktuellen Minus. Celesio gingen um 4,0 Prozent auf 24,78 Euro zurück. K+S hingegen legten 5,0 Prozent auf 349,76 Euro zu.

Im TecDAX verbilligten sich Aixtron deutlich um 9,6 Prozent auf 7,94 Euro. Vor dem Hintergrund des angeschlagenen Gesamtmarktes verliere die Aktie, die sich bislang recht gut gehalten habe, hieß es. Phoenix Solar verbesserten sich auf der anderen Seite um 5,3 Prozent auf 44,06 Euro.

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