Die Abwrackprämie wirkt einen Monat nach ihrem Auslaufen noch auf dem Automarkt nach. Die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland stieg im September um 21 Prozent auf 316.000 Fahrzeuge. Das teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. Grund für das massive Zulassungsplus sei, dass im September viele Autos ausgeliefert und angemeldet worden seien, die schon in den Monaten zuvor gekauft wurden. Autokäufer mussten wegen des Nachfragebooms durch die sogenannte Umweltprämie teils Monate auf ihre Autos warten.
Trotz der gestiegenen Zulassungszahlen hätten die Autohändler im September bereits einen deutlichen Rückgang der Autoverkäufe verzeichnet, sagte ein Sprecher des Autoimporteursverbandes VDIK. Es habe „nicht mehr die Nachfrage wie in den vergangenen Monaten“ gegeben. Das Interesse der Kunden an neuen Autos werde voraussichtlich vorerst weiter gering sein.
Der Bundesverband freier Kfz-Händler (BVfK) hatte von einem massiven Rückgang der Autoverkäufe im September berichtet. Der Absatz sei im Vergleich zum Vormonat um die Hälfte geschrumpft, sagte BVfK-Chef Ansgar Klein der „Bild“-Zeitung vom Freitag. Besonders bei Kleinwagen brach die Nachfrage demnach ein. Auch der Zentralverbands des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK) bestätigte der Zeitung die deutlichen Einbußen.
Ähnlich ging es auch dem Automarkt der USA nach dem Auslaufen der amerikanischen Abwrackprämie. Im September gingen dort die Verkäufe im Vergleich zum Vormonat um 41 Prozent auf 746.000 Fahrzeuge zurück, wie die Organisation Autodata mitteilte. Das „Cash for Clunkers“-Programm, das am 24. August zu Ende ging, hatte den US-Fahrzeugmarkt kurzzeitig beflügelt. Am härtesten traf der Rückgang die beiden Hersteller General Motors und Chrysler, Ford hielt sich dagegen vergleichweise gut. Die deutschen Hersteller legten bei den Verkäufen zu. Daimler musste aber Federn lassen.
AFP/AP/dpa/fan





