Der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern MAN hat im vergangenen Jahr trotz des abrupten Nachfrageeinbruchs im Herbst noch ein ordentliches Ergebnis geschafft. Wie das Unternehmen in München mitteilte, kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf 14,945 Milliarden Euro. Der Überschuss bewegte sich mit 1,247 Milliarden Euro etwa auf Vorjahresniveau.

Das Schlussquartal sah für die Münchener jedoch schon düster aus. Der Auftragseingang brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 56 Prozent auf 1,955 Milliarden Euro ein. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Rückgang auf 2,358 Milliarden Euro gerechnet. Auch der Quartalsergebnis lag unter den Erwartungen von 371 Millionen Euro. Der MAN-Konzern verbuchte einen operativen Gewinn von 358 Millionen Euro, das sind 35 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Auch für das laufende Jahr sieht es nicht besser aus. 2009 sei bei den Lastwagen und Busse mit weniger Umsatz und Gewinn zu rechnen, hieß es. In den übrigen Geschäftsbereichen wie Dieselmotoren und Turbomaschinen will der Konzern aber zumindest stabile Ergebnisse schaffen. Für den Gesamtkonzern bedeutet dies aber weniger Bestellungen und weniger Umsatz. Eine genaue Prognose gab es zunächst nicht.

Die sinkende Nachfrage und die zuletzt deutlich gekürzte Produktion machte sich auch bei den Mitarbeiterzahlen bemerkbar. Während die der fest angestellten Mitarbeiter zum Jahresende etwa stabil blieb, lag die der Leiharbeiter mit knapp 2200 fast 40 Prozent unter Vorjahresniveau.

dpa/Reuters/dma